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Emmerich
86.000 Euro für neue Physikräume am "Willi"

Emmerich. Umfangreich saniert wurden die naturwissenschaftlichen Räumlichkeiten am Willibrord-Gymnasium. Die Stadt investierte 86.000 Euro. "Ist alles absolut besser als vorher", sagte ein Schüler, der gerade Unterricht im Physikraum hatte, als Bürgermeister Peter Hinze gestern die neuen Räume besichtigte. Mit dabei waren neben der Schulleiterin Inge McKay auch die Fachlehrer Michaela Hartmann (Mathematik und Physik) und Helge Schleipen, Lehrer für Biologie. "Wir haben diese Maßnahme begleitet und viele unserer Wünsche konnten auch umgesetzt werden", sagte die Physiklehrerin. Von Monika Hartjes

Insgesamt drei Räume wurden saniert - der Physikraum, der Biologieraum und dazwischen ein Kombiraum für beide Fächer. Inge McKay schilderte die Situation, wie sie vorher war: Es war nur Frontalunterricht möglich, weil die Tafel an der Wand und alle Tische in Reihen fest verschraubt waren. Die Möbel waren orange und sehr dunkel, schließlich näherte sich alles dem 50. Geburtstag. Es gab außerdem Probleme mit den vorgeschriebenen Sicherheitsabständen."

Bereits eine Woche vor den Sommerferien wurde mit den Sanierungsarbeiten begonnen und alles pünktlich abgeschlossen. "Die Stadt hat da sehr gut mit uns zusammengearbeitet", lobte die Schulleiterin.

Die Ausstattung entspricht den neuesten Standards und ist auf das jeweilige Fach abgestimmt. So gibt es im Biologieraum Energiesäulen für jede Tischgruppe mit eigenem Strom- und Gasanschluss, beispielsweise für Bunsenbrenner. Auch Möglichkeiten für einen Internetanschluss sind in der Säule. Alle Tische lassen sich frei verstellen. "So ist flexible Gruppenarbeit möglich", sagte Schleipen. Die Stühle sind höhenverstellbar. Auch die Sicherheitsausstattung ist auf dem neuesten Stand, so gibt es im Biologieraum die vorgeschriebene Augendusche. Die neuen hellen Schränke sind mit Sicherheitsglas ausgestattet. Außerdem erfolgt bei Überbelastung von Geräten eine automatische Abschaltung.

Die Ausstattung des Pultes im Physikraum lässt das Herz eines jeden Physiklehrers höher schlagen lässt. "Vom Pult aus kann ich die Spannung bei Bedarf regulieren", erklärt Michaela Hartmann. "Man kann Gleich- oder Wechselspannung anlegen und eine definierte Spannung herausgeben." So kann man für die "Physikanfänger" der sechsten Klasse beispielsweise nur fünf Volt "herausgeben", so dass auch beim Experimentieren keine Gefahr für die Schüler besteht. "Früher musste man das alles mit einzelnen Schülertrafos machen, die kosteten rund 150 Euro pro Stück", erzählt die Physiklehrerin." Außerdem wurde bereits für die Zukunft geplant: Hinter den Tafeln liegen die Schächte mit den Verkabelungen für White-Boards.

"Wir haben hier knapp 820 Schüler an unserer Schule. Das Geld ist gut investiert", sagte Inge McKay. "Vielleicht kommen jetzt auch Physik-Referendare zu uns, wenn sie hören, dass sie hier optimal arbeiten können."

Quelle: RP
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