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Emmerich
A3-Anschluss Ost: Arbeiten ab 4. Oktober

Emmerich: A3-Anschluss Ost: Arbeiten ab 4. Oktober
Blick von der L 90 auf die A 3. Die Brücke soll am 18. November abgerissen und durch eine neue ersetzt werden. FOTO: Andreas endermann
Emmerich. Die Arbeiten für den neuen Autobahnanschluss sollen in gut zwei Wochen beginnen. Anfang November wird die L 90 gesperrt, am 18. November dann auch die A 3, um die Brücke an der Netterdenschen Straße abzureißen. Von Markus Balser

Der Bau des neuen Autobahnanschlusses Emmerich Ost nimmt jetzt Fahrt auf. Nachdem im August und September das Gelände rund um die A 3 auf mögliche Kampfmittel untersucht wurde, die noch im Boden hätten schlummern können (dabei gab es keine Funde), soll es am 4. Oktober mit den Rodungsarbeiten für das Millionen-Projekt losgehen.

Wie berichtet, ist die neue Anschlussstelle am nordöstlichen Rand Emmerichs zwischen Klein-Netterden auf deutscher und Netterden auf niederländischer Seite geplant. Sie soll hauptsächlich dazu dienen, den Verkehr aus Industrie- und Gewerbegebieten besser an die A 3 anzubinden. Der Name der neuen Ab- und Zufahrt, insgesamt dann die dritte für die Stadt, lautet Emmerich-Ost.

Die Planungen für den dritten Autobahnanschluss existieren schon seit langem. Seit gut 25 Jahren wird darüber diskutiert. Der Bau war mehrfach angekündigt, dann aber immer wieder aus planerischen und wohl auch finanziellen Gründen verschoben worden. Jetzt geht es also los.

Der weitere Zeitplan: Von Oktober bis Juni 2017 wird die neue Anschlussstelle gebaut. Anfang November soll die L 90 (Netterdensche Straße) gesperrt werden, am 18. November dann auch der dortige Teilbereich der A3, um die Brücke abzureißen, die später durch eine neue ersetzt wird. Der Neubau der Brücke, der im Februar fertig sein soll, sei aus statischen Gründen erforderlich, erläutert die zuständige Landesbehörde, Straßen.NRW.

Nach Abriss der L90-Brücke endet der Verkehr auf der Netterdenschen Straße jeweils vor der A3. Aus Richtung Klein-Netterden wird er über die Speelberger Straße und den Steinackerweg umgeleitet, aus Richtung Niederlande kommend über Steinackerweg, Budberger Straße, Löttweg und Speelberger Straße.

Der neue Autobahnanschluss ist nach wie vor nicht unumstritten. Die Bürgerinitiative Klein-Netterden um Jörg Kaste und Martin Heister hatte jahrelang versucht, ihn zu verhindern, weil sie den abgeleiteten Verkehr für zu gefährlich an dieser Stelle hält. Juristisch scheiterte die Initiative jedoch. Anfang des Jahres hatte sie versucht, den Anstoß für einen Radweg an der Netterdenschen Straße zu geben, aber auch daraus wird nichts, weil die Besitzer der dortigen Grundstücke die dafür notwendige Flächen nicht an die Stadt Emmerich verkaufen wollen.

Die veranschlagten Baukosten für den neuen Autobahnanschluss belaufen sich laut Straßen.NRW auf 3,8 Millionen Euro. Für die neue Brücke, die die Netterdensche Straße über die Autobahn führt, sind dann noch einmal weitere 1,5 Millionen Euro fällig.

Quelle: RP
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