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Emmerich
Agrobusiness ist mehr als Landwirtschaft

Emmerich: Agrobusiness ist mehr als Landwirtschaft
Dr. Anke Schirocki, Geschäftsführerin von Agrobusiness Niederrhein, zu Gast in Sonsbeck mit (v.l.) Bejo-Samen-Prokurist Gerd Rüger, sowie Sven Barlau und Regina Zulauf, die bei Bejo ausgebildet und danach übernommen wurden. In der Tüte befinden sich übrigens 500.000 Möhrensamen. FOTO: Fischer
Emmerich. Der Verein "Agrobusiness Niederrhein" geht neue Wege bei der Werbung um Auszubildende. Insgesamt 50 Berufe werden online zielgruppengerecht vorgestellt. Die Seite ist optimiert für mobile Endgeräte. Von Christian Cadel und Heinz Kühnen

Agrobusiness umfasst viele Bereiche. Nicht nur Landwirtschaft und Gartenbau können unter dem Oberbegriff zusammengefasst werden, sondern auch die anderen Berufszweige, wie Vertrieb oder Logistik. Die sogenannte Wertschöpfungskette ist groß. Vor allem jüngeren Menschen, die auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, ist das gar nicht bewusst.

Deshalb hat der Verein "Agrobusiness Niederrhein" eine neue Internetseite online gestellt, die erstmals alle Berufe, die unter dem Begriff Agrobusiness zusammengefasst werden können, vorstellt. Auf www.agrobusiness-berufe.de kann jeder mit wenigen Klicks erfahren, welche Qualifikationen nötig sind oder welche Inhalte in den einzelnen Ausbildungszweigen vermittelt werden.

Auf der Startseite kann der Internetnutzer entscheiden, ob er einen Beruf über eine spezielle Eingabemaske sucht oder sich gleich ein umfassendes Bild über das Ausbildungsangebot macht. Die Spanne ist groß. Insgesamt 50 Berufe werden vorgestellt, erklärt Dr. Anke Schirocki, Agrobusiness-Niederrhein-Geschäftsführerin. Allerdings dient die neue Seite nur zur Information. Stellenangebote werden nicht angezeigt. Allerdings weisen Links unterhalb der einzelnen Vorstellungstexte auf weitere Portale, wie das der Agentur für Arbeit.

Christian Wagner, Vorsitzender des Vereins "Agrobusiness Niederrhein", ist vom neuen Internet-Auftritt begeistert. "Qualifizierter Nachwuchs ist heutzutage eine knappe Ressource. Mit der neuen Internetplattform wollen wir dazu beitragen, dass die Informationen zielgruppengerechter vermittelt werden", sagt er. Vielleicht trage das digitale Angebot auch dazu bei, das Image von Agrobusiness zu steigern. "Im Ausbildungsranking ist Agrobusiness nicht unbedingt der Renner. Zu Unrecht, weil so viele unterschiedliche Berufe dazugehören", ergänzt Wagner.

Ob das funktioniert, wird sich erst noch zeigen müssen, da die Seite erst seit wenigen Tagen online ist. Ein Vorteil: Das Angebot ist auch für Smartphones und Tablets optimiert, so dass potenzielle Azubis sich auch unterwegs in Bus und Bahn über Agrobusiness informieren können.

Regina Zulauf und Sven Barlau wissen jedenfalls schon, was Agrobusiness ist. Sie haben beide ihre Ausbildung bei der Bejo Samen GmbH in Sonsbeck gemacht, einem Teil des Züchterhauses Bejo Zaden in Warmenhuizen in den Niederlanden. Das Unternehmen konzentriert sich auf Gemüsesamen für das Freiland. Seit der Gründung im Jahr 1985 ist Bejo Samen zu einem bedeutenden Vertriebsstandort des deutschen Gemüsesaatgutmarktes herangewachsen, erklärt Prokurist Gerd Rüger.

Seit 1999 hat der Betrieb mit seinen Fachberatern seinen Sitz in Sonsbeck, von wo, so der Kaufmännische Leiter, inzwischen auch die Betreuung von Kunden in Österreich und der Schweiz erfolgt. Bejo Samen bildet sein Fachpersonal am liebsten selbst aus. Regina Zulauf hat so den Beruf der Kauffrau im Groß- und Einzelhandel erlernt und ihre Prüfung mit einem hervorragenden Ergebnis abgeschlossen. Auch Sven Barlau ist diesen Weg mit ebenfalls gutem Erfolg gegangen. Beide wurden von Bejo Samen übernommen. Regina Zulauf hat Aufgaben im Bereich Finanz- und Rechnungswesen übernommen, Sven Barlau in der Auftragsbearbeitung und der Datenverarbeitung.

Bis zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres am 1. August 2016 ist zwar noch etwas Zeit, aber die Seite ist jedenfalls jetzt schon für den Ansturm neugieriger und zukünftiger Azubis bereit.

Quelle: RP
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