| 00.00 Uhr

Rp-Serie Es Stand In Der Zeitung
Als das PAN zur Skandalnudel mutierte

Rp-Serie Es Stand In Der Zeitung: Als das PAN zur Skandalnudel mutierte
August 2001. Große Runde im Rathaus wegen des Bundesschützenfestes. FOTO: Endermann /Repros van offern
Emmerich. Über was wurde vor zehn, 15 und 20 Jahren berichtet? Die RP hat einmal nachgeschlagen und ist dabei auf manch interessante Geschichte gestoßen. Von Christian Hagemann und Markus Balser

17. August, 1996: Eine Nachricht, die keine gute war, hatte die RP an diesem Tag für ihre Leser in Emmerich parat. Vor 20 Jahren hatte die Bahn angekündigt, dass der EC-Halt (später ICE) am Emmericher Bahnhof wegfallen wird. Bis es soweit war, sollten zwar noch einmal acht Jahre ins Land gehen, aber dann war die einzig verbliebene Bahnverbindung in die Niederlande tatsächlich gekappt. Und das ist bis heute so geblieben. Die Begründung stößt noch heute vielen sauer auf. Denn es ging um einen Zeitgewinn von zwölf Minuten, den die Bahn aber tatsächlich jahrelang gar nicht hatte. Denn auch wenn in Emmerich keine Fahrgäste mehr zu- oder aussteigen konnten, standen die Züge nämlich trotzdem minutenlang auf Emmericher Gleisen in einer Warteschleife, weil die Oberleitungen vom deutschen auf das niederländische Stromsystem umgeschaltet werden mussten.

Das wiederum fällt seit kurzem flach. Erst seit diesem Jahr werden neue Oberleitungen verlegt, die das zeitraubende Umschalten überflüssig machen.

Links: August 1996. Die Bahn kündigt das Ende schneller Zugverbindungen ab Emmerich an. FOTO: van Offern Markus

17. August, 2001: Ein großes Thema an diesem Tag waren die Vorbereitungen im Rathaus für das Bundesschützenfest in Emmerich. Vor 15 Jahren fand es in Emmerich statt. Und zwar im September. Vorher allerdings gab es noch jede Menge zu besprechen. Erwartet wurden nämlich 35.000 bis 40.000 Schützen!

Auf unserem Bild sehen Sie in der Runde (v.l.) den damaligen Bürgermeister Horst Boch, Manfred Schmittkamp, der damals Direktor der Sebastianer war, Ralf Heinrichs vom Bund Deutscher Historischer Schützenbruderschaften, und den damaligen Kommandeur der Emmericher Kaserne, Joachim Sigmund. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits 2500 Hotelzimmer in Emmerich und der Umgebung ausgebucht.

FOTO: van Offern Markus

17. August 2006: Vor zehn Jahren begannen turbulente Zeiten rund um das PAN Kunstforum. Die Einrichtung hatte ein Minus von 40.000 Euro eingefahren, die gemeinnützige GmbH bekam einen neuen Geschäftsführer. Es war Johannes Göbel. Der vormalige Museumsdirektor Martin Müller und seine beiden Mitstreiter sollten fortan auf eigene Rechnung als Firma für den Kunstbetrieb arbeiten. Bis dahin hatte sich eine Unmenge Unzufriedenheit angesammelt. Müller & Co. sollten die Plakatsammlung archivieren. Dafür hatte es Zuschüsse gegeben. Doch in der Sache tat sich quasi nichts. Etwas mehr als ein Jahr danach musste Göbel gehen. Die Dinge überschlugen sich. Zwischen den Verantwortlichen des PAN und der Müller-Firma war das Tischtuch zerschnitten. Das Fass zum Überlaufen brachte eine Arbeitsniederlegung der Firma. Das Museum blieb verschlossen, die Ausstellungsfläche mit einem Flatterband abgesperrt! Im Oktober 2007 folgte schließlich die Kündigung.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Rp-Serie Es Stand In Der Zeitung: Als das PAN zur Skandalnudel mutierte


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.