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Rees
Als der erste Dönerladen nach Rees kam

Rees. Alteingesessene Reeser werden sich noch an das Fischgeschäft Herzog am Markt 20 erinnern. Fangfrische Fische und Aale lagen in eisgekühlten Boxen, die auf dem Bürgersteig standen. An manchen tagen wehte der Duft von Nordsee und Mittelmeer zum Rathaus herüber. Das ist schon wieder ein Vierteljahrhundert her. Denn vor 25 Jahren übernahm Selhattin Dugu den Geschäftsraum neben der Einhorn-Apotheke und brachte eine Spezialität aus seiner türkischen Heimat nach Rees: den Döner.

Als Gastarbeiter hatte er zunächst in den Betonwerken in Hamminkeln gearbeitet, doch als die Gesundheit litt, suchte er nach einer Alternative im gastronomischen Bereich. Neben Döner und Falafel gehörten bald auch Pizzen aller Art zum Angebot, die seit jeher im italienischen Steinofen gebacken werden.

Selhattin Dugu arbeitet auch heute noch regelmäßig hinter der Ladentheke. Die Geschäftsführung hat er aber vor Jahren an seine Tochter Fatima Taglé übergeben. Und die möchte sich mit einer heute beginnenden Aktionswoche für die Treue der Reeser Kunden bedanken. "Bis zum 5. September bieten wir Gästen, die in unserem Restaurant essen, jede 30-Zentimeter-Pizza von der Karte für fünf Euro an, auch den Döner gibt es für 3,30 Euro oder in der großen Version für sechs Euro", sagt Fatima Taglé. Plakate im Schaufenster sollen auf die Aktion hinweisen.

Mit Freude hat die Familie beobachtet, wie sich der Reeser Marktplatz in der jüngeren Vergangenheit entwickelt hat. Wurde er früher nur als Parkplatz genutzt, entstand nicht zuletzt durch das Café Marche und das Eiscafé Roma deutlich mehr Außengastronomie.

Auch Fatima Taglé und ihre Familie haben nun bei der Stadt Rees den Antrag gestellt, mehr Tische und Stühle vor dem Restaurant aufstellen zu dürfen. Die bislang vier Außentische, die an sonnigen Tagen schnell besetzt sind, sollen um vier weitere Tische ergänzt werden.

Dafür soll an Sommerwochenenden der Autostellplatz vor dem Restaurant eingezäunt und möbliert werden. Der Bürgersteig soll aber weiterhin begehbar sein, auch Rollstühle und Rollatoren werden zwischen der alten und neuen Tischreihe hindurchpassen.

"Wir hoffen, dass unser Vorhaben genehmigt wird", sagt Fatima Taglé, "zumal wir den Parkplatz natürlich sofort wieder freigeben, wenn er für die Kirmes, das Stadtfest oder andere Veranstaltungen gebraucht wird."

(ms)
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