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Rp-Serie Es Stand In Der Zeitung
Als sich der Pastor übers Center ärgerte

Rp-Serie Es Stand In Der Zeitung: Als sich der Pastor übers Center ärgerte
Juli 2001: Erkennt sich jemand auf dem Foto vom Sterntaler-Kindergarten wieder? FOTO: Markus van offern
Emmerich. Über was wurde vor zehn, 15 und 20 Jahren berichtet? Die RP hat einmal nachgeschlagen und ist dabei auf manch interessante Geschichte gestoßen. Von Christian Hagemann

27. Juli 2006 Dieser Tag war ein Donnerstag. Und es war ein guter Tag für die Zeitungsleser. Und für Emmerich. Zumindest ließ sich vermelden, dass bei der Firma "Gelderland Frischwaren" an der Rotterdamer Straße nunmehr 20 neu Arbeitsplätze entstehen. Inhaber John Balvers kündigte an, dass das Werk in Emmerich größer werden soll. Die Firma gibt es in Emmerich noch immer. Und sie ist immer noch ziemlich groß .

Ziemlich klein vermeldet im Lokalteil, aber vielgelesen: Vor zehn Jahren stattete ein Reporter des "Stern" Hein Driessen" einen Besuch in dessen Atelier auf Mallorca ab. Cala Figuera mit dem Maler aus Emmerich rundete das Bild der Insel im Magazin gut ab.

Juli 1996: Fünf Jahre habe man einen ruinösen Zustand auf dem Kirchengelände hingenommen, klagte 1996 Pfarrer Theben. Das Bild zeigt vorne die Fläche fürs Center, dahinter das Pfarrheim. FOTO: van Offern Markus

Welchen Fortschritt Rees gemacht hat, macht der Blick auf Seite 3 des Lokalteils vom 27. Juli 2006 deutlich. "60 Pfähle für das Fundament" überschrieb die RP einen Bericht über den geplanten Gebäudekomplex an der Wardstraße. Wo einstmals die Kersten-Villa stand, sollten vor zehn Jahren 18 Eigentumswohnungen gebaut werden. Ist auch passiert. Heute macht die Wardstraße wieder von sich reden. Die Anwohner wollen, dass es zwar eine Hochwasserschutzmauer gibt, ein Teil von ihr allerdings aus mobilen Elementen bestehen soll, die erst bei Hochwasser draufgesetzt werden. Man fürchtet um den Blick auf den Rhein.

27. Juli, 2001 Wie die Zeit rast! Das wird mancher denken, der jetzt erfährt, dass die RP vor 15 Jahren über den neuen "Sterntaler"-Kindergarten am Pesthof schrieb. Verortet hat ihn der RP-Redakteur damals mit dem Hinweis "Hinter dem Lohmann-Gebäude". Das stand ja noch. Das PAN eröffnete erst zwei Jahren später. Beim Lesen fällt auf, dass damals alle angenehm überrascht waren vom Blau der Fassade. Die ist heute noch blau, allerdings ein wenig in die Jahre gekommen.

Ums Bauen ging es vor 15 Jahren auch in der Stadtverwaltung in Isselburg. Da befasste man sich mit Plänen für den Neubau des Rathauses mit angeschlossenem Kulturhaus. Rees mit seinem Bürgerhaus galt den Isselburgern als Vorbild. Doch sie mussten auch erkennen, dass das Geld ein Problem ist. Das ist es heute noch in Isselburg.

27. Juli 1996 Man glaubt es kaum. Vor 20 Jahren fand sich die Betuwe-Linie schon im Lokalteil der Rheinischen Post. In diesem Fall am 26. Juli 1996 (Die Ausgabe vom 27. Juli haben wir doch glatt nicht mehr finden können). Wegen der Betuwe waren damals die Pläne für den Bahnübergang in Hüthum auf Eis gelegt worden. Der sollte nämlich durch einen Tunnel ersetzt werden, was wiederum schon in den 80er Jahren so überlegt worden war.

Sauer war vor 20 Jahren der damalige Emmericher Pfarrer Gerhard Theben. Damals hatte Projektentwickler Jürgen Wennekers aus Elten nach Jahren der Planung ein abgespecktes Rheinpark-Center präsentiert. Ursprünglich hatte er das alte Aldegundisheim noch eingeplant. Und die Gemeinde hatte sich auf einen Neubau gefreut. Doch statt Abriss, Neubau und umfangreichen Sanierungsarbeiten gab es lange Gesichter, Verzögerungen und am Ende eine Streichliste des Bistums. Denn schon damals gingen die Kirchensteuereinnahmen zurück. "Uns sind drei Millionen Mark für Renovierungsarbeiten in der Gemeinde entgangen", ärgerte sich Theben damals.

Quelle: RP
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