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Emmerich
Altar-Risse: Verein muss warten

Emmerich. Vor zwei Jahren hat der Förderverein St. Martinus-Kirche Elten auf die Risse und Absplitterungen am Hochaltar aufmerksam gemacht. Doch das Bistum gibt noch keine Zusage für eine Renovierung. Von Monika Hartjes

Bereits im Jahr 2013 machten die Mitglieder des Fördervereins der St. Martinus-Kirche Elten Dr. Reinhard Karrenbrock, der für die Kunstpflege im Bistum Münster zuständig ist, darauf aufmerksam, dass die beweglichen Seiten des Hochaltars Risse und Absplitterungen aufweisen und renovierungsbedürftig sind.

"Leider hat sich da bis heute noch nichts getan", sagte Hans-Jürgen Singer im Rahmen der Mitgliederversammlung, die am Donnerstag im Eltener Kolpinghaus stattfand. Singer konnte mehr als 20 Mitglieder, darunter auch Pastor emeritus Günter Leuken, dazu begrüßen. Dr. Reinhard Karrenbrock habe wohl zugesagt, so Singer, "die Schadstellen in Elten nicht aus den Augen zu verlieren".

Das Bistum habe im vergangenen Jahr eine Liste aller zu renovierenden Inventarien aufgestellt und danach entschieden, welche Schäden zuerst in Angriff genommen werden, erklärte Theo Berndsen, zweiter Vorsitzender des Kirchenvorstands. "In Zeiten knapper Kassen wird genau abgewägt und da es bei uns noch ganz gut aussieht, stehen wir ganz unten auf der Liste." Es bestünden nur wenig Chancen, dass die Renovierung in der nächsten Zeit vom Bistum bezahlt würde. "Wir können die Kosten dafür aber nicht zu 100 Prozent tragen, weil das nicht satzungsmäßig ist. In der Satzung steht, dass wir nur 'beisteuern' dürfen", erklärte Singer. Thomas Wardthuysen, der regelmäßig nach dem Altar schaut, hatte noch eine gute Nachricht: "Die Schimmelbildung am Altar ist zurückgegangen, das wird an der besser funktionierenden Heizung liegen."

Die Kassenlage des Vereins sei gut, sagte Kassiererin Hilde Meisters, die nach 20-jähriger Tätigkeit in ihrem Amt verabschiedet wurde. 2014 habe man kaum etwas ausgegeben, weil das Bistum keine Renovierungen übernahm.

Zum Nachfolger für Hilde Meisters wurde Thomas Wardthuysen gewählt. Da er bisher das Amt des Beisitzers innehatte, wurde Karin Roes als neue Beisitzerin gewählt. Wilko Kamps, dessen Wahl als zweiter Vorsitzender und Schriftführer ebenfalls turnusmäßig anstand, wurde wiedergewählt. Er sorgte für die musikalische Unterhaltung auf der Mitgliederversammlung mit einigen Etüden, die er auf der Querflöte vorspielte. Neue Kassenprüferin wurde Brigitte Smaak. Hans-Jürgen Singer kündigte an, dass er in zwei Jahren, wenn die Wahl des Vorsitzenden erneut anstehe, in den "Ruhestand" gehen wolle. "Dann bin ich 'hoch in den 70ern' und möchte das Amt gerne in jüngere Hände legen."

Der Verein zur Förderung der St. Martinus-Kirche Elten hat zurzeit 85 Mitglieder und acht Fördermitglieder. "Die Zeiten, wo wir 200 Mitglieder und mehr hatten, sind leider vorbei. Das Bemühen um neue Mitglieder wird immer schwieriger", sagte Singer. Trotzdem hoffe er, dass sich weitere Mitglieder melden, die sich für den Erhalt der Kirche, besonders der Inneneinrichtung, interessieren. "Das ist ein Thema, das uns alle angeht. Die Martinuskirche gehört zu unserem Ortskern."

Quelle: RP
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