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Interview Hans-Ulrich Runge
Am besten nicht links abbiegen

Interview Hans-Ulrich Runge: Am besten nicht links abbiegen
Hans-Ulrich Runge FOTO: kds
Emmerich. Am Montag wird ein Teilabschnitt der B220, die verkehrsreichste Straße Emmerichs, gesperrt. RP-Redakteur Markus Balser sprach darüber mit dem Leiter des Emmericher Ordnungsamts, Hans-Ulrich Runge.

Herr Runge, Sie machen im Moment ein sorgenvolles Gesicht. Wie ernst wird es denn ab Montag für die Autofahrer in Emmerich?

Hans-Ulrich Runge (lacht) Sorgen mache ich mir keine, ich bin nur gespannt, wie sich die Sache entwickeln wird. Wir haben gemeinsam mit Straßen NRW und der Polizei etliche Maßnahmen getroffen, von denen wir hoffen, dass sie greifen werden. Aber wie sich der Verkehr dann tatsächlich entwickelt, das kann man immer schlecht voraussagen.

Hat es denn in Emmerich eigentlich schon mal eine Baustelle gegeben, die solche Auswirkungen auf den Verkehr hatte?

Runge Meines Wissens nach nein. Wir hatten zwar die Sperrung der B 8, aber da fahren keine 17.000 bis 19.000 Autos am Tag.

Wo wird es besonders brennzlig?

Runge Das lässt sich eben schwer einschätzen. Wir gehen davon aus, dass zu den Hauptverkehrszeiten, also morgens von 7 bis 9 Uhr und nachmittags von 16 bis 18 Uhr, das Verkehrsaufkommen dann natürlich auch auf der Umleitungsstrecke am größten sein wird. Mit den Maßnahmen wollen wir den Verkehr so fließend wie möglich halten. Gleichzeitig ging es aber auch darum, die Einschränkungen für den innerstädtischen Verkehr so gering wie möglich zu halten. Die Straße Am Halben Mond war heikel. Dort mussten nicht nur Hecken und Sträucher weggenommen und die Fahrbahn verbreitert werden. Weil der große Schornstein der KLK nicht winterfest ist, hat die Firma KLK aus Sicherheitsgründen dort jetzt auch eine Art Tunnel errichtet, für den Fall, dass Gesteinsteile herabfallen sollten. Und es kann natürlich jetzt zu einer Art Parkplatzdruck an manchen Straßen kommen. Das müssen wir beobachten.

Wenn Sie merken, dass es an der ein oder anderen Stelle Probleme gibt, mit dem Sie nicht gerechnet haben, wie reagieren Sie?

Runge Wir werden uns hier im Rathaus während der Bauarbeiten mehrmals in der Woche mit Polizei und Bauhof zusammensetzen und die Lage besprechen, falls nötig auch mit anderen Beteiligten. Zum anderen haben wir ja auch das Bürgertelefon eingerichtet, wo wir Hinweise und Anregungen entgegennehmen. Wenn nötig, werden wir darauf reagieren. Denn man kann nicht alles vorhersagen.

Wann wird mit den Arbeiten am Montag begonnen?

Runge Viele Schilder sind ja jetzt schon aufgestellt, so dass sie am Montagvormittag nur noch ,aktiviert' werden müssen. Der Bahnübergang Löwentor wird bereits um 10 Uhr vollständig gesperrt. Die B 220 dann ab 14 Uhr. Die ersten Arbeiten an der Brücke werden am Nachmittag beginnen. Die B 220 wird ab 14 Uhr gesperrt. Dann wird die Polizei auch noch einmal die Verkehrsströme beobachten.

Was raten Sie Verkehrsteilnehmern?

Runge Am besten der Verkehrsführung folgen. Jede Abkürzung, die dazu führt, dass ich links abbiegen muss, dürfte im Endeffekt gar keine mehr sein. Zumindest nicht zeitlich. An Radfahrer und den Schülerverkehr appelliere ich, die aufgestellten Ampelanlagen zu nutzen. Außerdem wird an der A3 schon weit vor der Abfahrt Rees auf die Baustelle hingewiesen. Wenn es da gelingt, den Verkehr, der nicht zwangsläufig nach Emmerich muss, aus der Stadt herauszuhalten, haben wir schon einiges gewonnen.

Quelle: RP
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