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Emmerich
Am Neumarkt soll es weiter gehen

Emmerich. SPD und CDU setzen sich im Rat durch: Zusammenarbeit mit Investor Schoofs bleibt bestehen. Von Markus Balser

Mit einer geheimen Abstimmung wurde gestern in der Emmericher Ratssitzung über die Zukunft des Neumarkt-Projektes entschieden. Ergebnis: Die Zusammenarbeit mit dem Investor Josef Schoofs geht weiter. Dafür gab's 21 Ja-Stimmen, eine Enthaltung und zehn Nein-Stimmen.

Die Grünen, die den Antrag gestellt hatten, Schoofs vor die Tür zu setzen, konnten sich somit nicht durchsetzen. Grünen-Ratsherr Herbert Kaiser hatte zuvor mit deutlichen Worten seinen Standpunkt klar gemacht: Der Investor liefere geforderte Unterlagen immer nur auf Druck und im letzten Moment. Auch jetzt wieder. Kaiser: "Ich fühle mich hier verarscht."

Wie berichtet, hatte Schoofs vergangene Woche detaillierte Unterlagen für einen "vorprüffähigen Bauantrag" bei der Stadtverwaltung eingereicht. Nach Angaben des Ersten Beigeordneten Dr. Stefan Wachs können nun Bauantrag und Bauleitplanung parallel ablaufen. Am 26. April soll der gesamte Projektplan in einer Ausschusssitzung ausführlich vorgestellt werden.

Für die Bürgergemeinschaft Emmerich stellt der Vorgang nichts weiter als eine bloße Absichtserklärung des Investors dar, der man nicht mehr weiter zustimmen könne. "Das sind wir dem Bürger schuldig", begründete BGE-Fraktionschef Gerd Bartels sein Nein zu einer weiteren Zusammenarbeit mit Schoofs.

Die BGE hatte bereits am 22. Februar mit einem Antrag, Schoofs eine Frist für den Bauantrag bis zum 31. März zu setzen, um andernfalls die Geschäftsbeziehungen zu dem Investor aus Kevelaer zu beenden, den Druck erhöht. Tatsächlich hatte Schoofs dann seine Unterlagen genau am 31. März eingereicht. Wieder einmal auf den allerletzten Drücker.

Für die BGE war das inhaltlich allerdings nicht ausreichend. Auch sei man erneut zeitlich wieder im Verzug.

Und ganz ähnlich sah das auch Thomas Meschkapowitz von der Fraktion "Embrica". Er forderte "Neuanfang am Neumarkt".

Die beiden großen Parteien hielten dagegen. "Bei allen Sorgen, die es mit dem Neumarkt gibt, macht es an dieser Stelle keinen Sinn, die Zusammenarbeit an dieser Stelle zu unterbrechen", sagte SPD-Fraktionschefin Andrea Schaffeld. Auch ihr Pendant, Matthias Reintjes von der CDU, sah das Projekt jetzt auf dem richtigen Weg: "Man kann Herrn Schoofs vieles vorwerfen, aber es wird hier jetzt gearbeitet", sagte er.

Laut Stadtverwaltung hatte es in den letzten vier Wochen intensive Gespräche über das Projekt gegeben, unter anderem am 16. März mit dem Investor und dem zuständigen Architekten.

Quelle: RP
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