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Emmerich
Amtsgericht: Viel Lob für neuen Chef

Emmerich: Amtsgericht: Viel Lob für neuen Chef
Dirk Stalinski (r.) mit Anne-José Paulsen, Präsidentin des Oberlandesgerichts Düsseldorf, und Gerd Waldhausen, Präsident des Landgerichts Kleve, im Foyer des Stadttheaters. FOTO: Markus van offern
Emmerich. Der neue Direktor des Emmericher Amtsgerichtes, Prof. Dr. Dirk Stalinksi, wurde gestern in feierlichem Rahmen in sein Amt eingeführt. Von Markus Balser

Dass Juristen nicht nur gewitzt sind, sondern auch Witz haben, zeigte sich gestern im Emmericher Stadttheater. Gut 100 Gäste, vorwiegend aus Justiz und Politik, waren gestern Nachmittag ins Stadttheater gekommen, um der offiziellen Amtseinführung von Professor Dr. Stalinski beizuwohnen. Dabei ging es durchaus humorvoll zu. Der neue Direktor des Emmericher Amtsgerichtes steht an der Seufzerallee seit gut drei Monaten an der Kommandobrücke. Er ist Nachfolger von Edmund Verbeet, der gut 25 Jahre die Geschicke des Amtsgerichts lenkte.

Wie Gerd Waldhausen, Präsident des Landgerichts Kleve, betonte, sei dieser Wechsel nicht nur für die Mitarbeiter des "kleinen, aber feinen Amtsgerichtes", sondern auch für die Bevölkerung Emmerichs von Bedeutung.

Eine hohe fachliche wie persönliche Kompetenz bescheinigte Anne-José Paulsen dem neuen Chef in Emmerich. Die Präsidentin des Oberlandesgerichts Düsseldorf hatte vor gut drei Monaten bereits die Ernennungsurkunde an Stalinski überreicht. Sie beschrieb ihn als zupackend, bescheiden und pragmatisch und zeigte sich überzeugt, dass er das Amtsgericht in bewährter Form leiten und dennoch neue Impulse setzen werde.

Dirk Stalinski, Jahrgang 1961, stammt aus Bocholt und wohnt in Materborn. Er war bislang an verschiedenen Gerichten, unter anderem in Kleve, Moers, Wesel und Düsseldorf tätig. Seine Schwerpunkte sind unter anderem Familienrecht sowie Betreuungs- und Jugendsachen. Zudem ist er als Honrarprofessor an der Fachhochschule Duisburg und der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen tätig. Er ist verheiratet, hat drei Kinder und ist begeisterter Triathlet.

Dass er einen guten Ruf genießt, zeigt vielleicht auch die Tatsache, dass nahezu alle in Rees und Emmerich zugelassenen Anwälte zu seiner Amtseinführung gekommen waren, wie Wolfgang Gebing, Vorsitzender des Anwaltsvereins Kleve fast schon etwas überrascht feststellte.

Und auch am Amtsgericht Emmerich kommt der "Neue" offenbar gut an: Im Namen der 29 Mitarbeiter schilderte Karlheinz Schulze, Vorsitzender des Richterrates, humorvoll den Arbeitsalltag und erzählte eine Episode, wie er Dirk Stalinski vor Jahren kennengelernt hatte. Sein Eindruck damals: "Ein feiner Kerl. Und an dieser Einschätzung hat sich nichts geändert."

Dirk Stalinski ergriff am Schluss der Veranstaltung das Wort. Er dankte seinen Weggefährten und Mitarbeitern und wertete die Aussagen seiner insgesamt sieben Vorredner als "ultimative Lobhudeleien" - fand es aber gut, dass sie im Beisein seiner Frau abgegeben wurden.

Für Musik zwischen den Reden sorgte der Chor der Lebenshilfe, der zum ersten Mal auf so großer Bühne auftrat, und mit Titeln wie "An Tagen wie diesen" oder "Applaus, Applaus" viel Beifall einheimste.

Quelle: RP
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