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Rees
Anwohner dürfen über Baustelle fahren

Rees. Die Sanierung der K 7 hatte in Mehr für viel Unmut gesorgt. Besonders betroffen sind die Bewohner der Straße Am Moshövel. Der Kreis gestattet ihnen jetzt, über die Baustelle zu fahren - trotz anders lautender Beschilderung. Von Markus Balser

Für Heinz Scheepers ist es schlicht ein "Unding", was sich in dieser Woche in Mehr abgespielt hat. Aber der Unmut über die Baustelle an der Kreisstraße 7 (Bislicher Straße) ist nicht nur beim Mehrer Ortsvorsteher groß. Die Sperrung der Straße, die ohne Benachrichtigung der Anwohner erfolgte, überraschte selbst die Stadt Rees. Die wusste zwar, dass eine Sanierung anstand, kannte aber erst seit kurzem den konkreten Termin. Und der war ihr erst gegen Ende der Ferien mitgeteilt worden. Auch waren nach Angaben von Stadtsprecher Jörn Franken die Vorschläge aus dem Reeser Rathaus zur Verbesserung der Baustelle nicht berücksichtigt worden.

Wie berichtet, war die Baustelle an der Bislicher Straße am Dienstag dieser Woche eingerichtet worden, die Sperrung erfolgte dann am Mittwoch - und hatte damit vor allem die Anwohner des Wohngebietes Am Moshövel - eine Sackgasse - verkehrstechnisch von der Außenwelt abgeschnitten. Gut 70 Bewohner waren davon betroffen. Mit den Anwohnern hatte - bis Freitag - niemand gesprochen.

Die Sperrung der K7 war am Donnerstagabend auch Thema beim Bauausschuss der Stadt Rees. Dort berichtete unter anderem Lothar Krassa (CDU) über die Ist-Situation und sparte nicht mit Kritik. Auch die Stadt Rees war mit den Zuständen nicht einverstanden. Sie hatte sich deshalb mit dem Kreis Kleve noch einmal in Verbindung gesetzt und erneut Vorschläge gemacht, wie sich die Situation in Mehr entschärfen ließe. "Wir hoffen, dass es zu einer schnellen und für alle Beteiligten vernünftigen Lösung kommt, zumal die Baustelle ja auch bis Anfang Dezember andauern soll", sagte Stadtsprecher Jörn Franken noch gestern gegenüber der RP.

Und genau diese Lösung ist jetzt gefunden. Am Freitag kamen Mitarbeiter des Kreises Kleve an die Baustelle, um die Bewohner zu informieren. Zudem sollen Handzettel verteilt werden. Wie Kreissprecherin Ruth Keuken der RP auf Nachfrage mitteilte, dürfen die Anwohner über die Baustelle fahren, auch wenn die Beschilderung anderes anzeigt. Die Barken sollen so auseinandergezogen werden, dass das jetzt möglich ist. "Die Beschilderung kann nicht geändert werden, das hat formelle Gründe", so Keuken. Es sei mit der zuständigen Baufirma aber vereinbart worden, dass die Anwohner zu jedem Stand der Arbeiten die Möglichkeit zur Zufahrt hätten, erklärte die Kreissprecherin weiter.

Dass es versäumt wurde, die Anwohner zu informieren, räumte sie ein. Bei dem Vorort-Termin gestern hätte die Kritik jedoch ausgeräumt werden können. Die Bewohner seien jetzt froh, dass es mit den Arbeiten endlich losginge.

Quelle: RP
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