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Emmerich
Auch der VRR bemängelt Zugausfälle

Emmerich. Beschwerden von Bürgern über Zugausfälle und unzureichende Informationen auf der Bahnlinie zwischen Emmerich und dem Ruhrgebiet häufen sich - was Bürgermeister Peter Hinze dazu veranlasst hat, beim "Besteller" der Linie, dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), auf die Missstände hinzuweisen. "Besonders Berufstätige, Schüler und Studenten müssen derzeit massive Nachteile in Kauf nehmen und kommen mit erheblicher Verspätung an ihrem Zielort an. Die Verlässlichkeit der Schienenverbindung ins Ruhrgebiet ist für uns als ländliche Kommune ein weicher Standortfaktor und von entscheidender Bedeutung, um als Wohn- und Geschäftsstandort attraktiv zu sein und zu bleiben", so Hinze.

Jetzt erhielt Hinze eine schriftliche Antwort von Martin Husmann, VRR-Vorstandssprecher. Darin bestätigt er die vermehrten Teilausfälle der Linie RE 5 in Richtung Emmerich: "Leider ist es gängige Praxis der Deutschen Bahn, hoch verspätete Züge vorzeitig zu wenden, um dann in Gegenrichtung die Pünktlichkeit wieder herzustellen."

Weiter heißt es: "Der VRR ist mit dieser Situation ebenfalls äußerst unzufrieden und hat dies auch gegenüber der DB Regio mehrfach kommuniziert. Leider bestehen zum jetzigen Zeitpunkt nur eingeschränkte Möglichkeiten, hier Abhilfe zu schaffen. Als Begründung werden immer wieder vielfältige betriebliche Einflüsse für die Verspätungen angeführt, die ein vorzeitiges Wenden des Zuges erforderlich machen. Für diese Fälle erwartet der VRR einen Ersatzzug als Ersatzleistung, der dann zwangsläufig auch die Gegenrichtung von Emmerich bedient. Leider war dies aufgrund mangelnder Fahrzeugverfügbarkeit nur in wenigen Fällen erfolgt. Mittlerweile wird aber ein Fahrzeug in Wesel bereitgestellt, um im Bedarfsfall den Fahrgästen die Weiterfahrt nach Emmerich zu ermöglichen, sowie dann auch die Gegenrichtung zu bedienen."

Husmann zeigt sich ebenfalls unzufrieden über die unzureichende Fahrgastinformationen am Bahnsteig und in den Zügen: "Leider ist auch hier die Deutsche Bahn nicht gut aufgestellt." Die Hoffnung des VRR ruhe auf dem neuen Betreiber, der ab Dezember dieses Jahres die Verkehrsleistungen Richtung Emmerich - und auch weiter nach Arnheim - erbringen wird: "Wir versprechen uns damit eine spürbare Verbesserung der Qualität und vor allem auch der Pünktlichkeit auf der für die Region so überaus wichtigen Verkehrsverbindung."

Quelle: RP
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