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Emmerich
Auch Karnevalisten brauchen Geld

Emmerich: Auch Karnevalisten brauchen Geld
Seit Wochen basteln die Mitglieder der munteren Truppe bereits für den Markt. FOTO: Markus van Offern
Emmerich. Die Truppe "de Vrasselter Quasselköp" nimmt seit 2014 am Tulpensonntagszug teil. Den Martinsmarkt auf dem Dorfplatz in Vrasselt am morgigen Freitag wollen sie nutzen, um ein wenig Geld für närrisches Hobby zu verdienen. Von Monika Hartjes

Seit einigen Jahren machen "de Vrasselter Quasselköp" beim Karnevalszug mit. Dabei haben sie sehr viel Spaß, es geht für die Familien mit Kindern aber auch ins Geld. Denn sie haben den Anspruch, jedes Mal in einheitlichen und fantasievollen Kostümen aufzutreten. "Dafür suchen wir natürlich Sponsoren, aber wir wollen auch selber aktiv werden, um unsere Karnevalskasse aufzufüllen", erzählt Jessica de Vries. Zum ersten Mal machten sie beim Tulpensonntagszug 2014 als bunte Zauberwürfel-Fußgruppe mit, im Jahr danach liefen die mittlerweile 25 Mitglieder zwischen sieben und 65 Jahren als farbenfrohe Clowns mit, und seit 2016 haben sie sogar einen eigenen Wagen dabei. Peter Damen zog mit seinem Oldtimer-Traktor den "nostalgischen Pippo-Wagen".

Seit Wochen sind nun alle "Quasselköp" - dazu zählen die Mitglieder der Familien de Vries, junior und senior, Leypoldt, Hagesteijn, Boche, Zimmermann, Schramm und van de Sandt/Bouwman - eifrig dabei, Dekorationen und Handwerkliches zu fertigen, denn sie wollen einen Stand beim traditionellen Martinsmarkt auf dem Vrasselter Dorfplatz bestücken. Diesen kleinen Markt organisiert seit vielen Jahren der Vrasselter Heimat- und Verschönerungsverein. Die Mitglieder bauen Buden auf. In den ersten Jahren wurden Glühwein, Kakao (auch mit Amaretto), Quarkbällchen und Grill-Würstchen nach dem Martinszug, der immer am 11. November stattfindet, angeboten. Im letzten Jahr waren zum ersten Mal einige kreative Stände dabei. So bot Anne Leypoldt Schneemänner aus Socken und gehäkelte Mützen an, Daniela van Haaren selbst gebastelte Lampenkugeln und Christel Damen Liköre, Marmeladen und Pesto. "Das kam so gut an, dass wir uns überlegten, ebenfalls mit kreativen Dingen am Martinsmarkt teilzunehmen", sagt Anne Leypoldt, eine der "Quasselköp".

Die Organisatoren waren damit einverstanden, und schon legten die munteren Vrasselter mit ihren Bastel- und Näharbeiten los. In den Familien entstanden umhäkelte Teelichter, Deko aus Naturmaterialien, Weihnachtskarten, Laubsägearbeiten auf Baumstämmen und "Vogelfutter-Tassen". Es wird am Martinsabend auch frisch gebrannte Mandeln und "Beijinho", brasilianische Küsschen, eine Süßigkeit auf Kokosbasis, geben.

Außerdem treffen sich die Mitglieder der munteren Truppe seit einigen Wochen an jedem Sonntagmorgen um 9 Uhr, um die neuen Kostüme zu nähen und den Wagen zu gestalten. "In diesem Jahr heißt unser Motto: Et was wer tid, wij sön da weer! Das heißt soviel wie: Es wird wieder Zeit, wir sind wieder da!" erklärt "Quasselkop" Ans de Vries. Über das Outfit und die Wagengestaltung wird noch nichts verraten. Nur soviel: An diesen kreativen Sonntagen läuft natürlich Karnevalsmusik, und so entstand ein Tanz, der auch unterwegs auf dem Tulpensonntagszug gezeigt werden soll.

Die Karnevalisten freuen sich darüber, dass ein Sponsor ihnen Wurfmaterial zur Verfügung stellt, hoffen aber, dass viele Leute zum Martinsmarkt am 11. November ab 18 Uhr zum Dorfplatz Vrasselt kommen, um ihre liebevoll hergestellten Werke zu kaufen. "Wir haben viel Spaß miteinander und geben diese Freude auch gerne an andere weiter. Deshalb hoffen wir, so etwas Geld einzunehmen, damit wir noch lange am Karnevalszug teilnehmen können", sagt Jessica de Vries.

Quelle: RP
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