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Emmerich
"Auf der Schmidtstraße ist der Teufel los"

Emmerich: "Auf der Schmidtstraße ist der Teufel los"
Eine Blechlawine schleppte sich gestern Morgen in Emmerich über die Weseler Straße. FOTO: Markus Balser
Emmerich. In Emmerich, Elten und Rees kam es gestern zu massiven Verkehrsbehinderungen durch die Vollsperrung der A3. Sie dauert noch bis Donnerstagnachmittag an.

Wer gestern zur falschen Zeit am falschen Ort war, brauchte viel Geduld und gute Nerven. Vor allem auf den Bundes- und Landenstraßen zwischen Rees und Elten kam es zu teilweise massiven Verkehrsbehinderungen. Grund war die Sperrung der A3 auf einem rund 15 Kilometer langem Teilstück zwischen den Anschlussstellen Emmerich und Rees wegen der Bauarbeiten am neuen Anschluss Emmerich Ost.

Wie berichtet, werden seit Montagabend Brückenschalungen, Traggerüste sowie ein Behelfsfundament auf der A3 abgebaut, die für den Brückenbau der neuen Anschlussstelle zur L 90/Netterdensche Straße benötigt werden. Die Sperrung soll noch bis Donnerstag, 15 Uhr, andauern.

Die Auswirkungen der Sperrungen waren gestern Morgen deutlich zu spüren. Wer auf der L 7 aus Richtung Emmerich nach Rees wollte, den stoppte ein Stau schon ab Höhe Esserden. In umgekehrter Richtung ging ab Vrasselt nichts mehr. Auf der Weseler Straße in Emmerich schleppte sich die Blechlawine, in der besonders viele Lkw standen, ab Gewerbegebiet nur im "Stop & Go"-Verfahren zur Autobahn Richtung Niederlande.

Ein ähnliches Bild bot sich auch in Elten. "Auf der Schmidtstraße ist der Teufel los", berichtete Ortsvorsteher Albert Jansen der RP. Er hatte aufgrund der Vielzahl von Lkw, die in Elten von der Autobahn fuhren, mit der Polizei Kontakt aufgenommen. Sie bittet die Autofahrer und Anwohner um Verständnis. Mit den Behinderungen werde noch bis Donnerstagnachmittag zu rechnen sein.

Verantwortlich für die Arbeiten an der Brücke und die Sperrung des Autobahnanschlusses ist Straßen NRW. Der Landesbetrieb hatte die Arbeiten extra auf diesen Termin gelegt, weil er während der Sommerferien an den Wochenenden von einem höheren Verkehrsaufkommen als in der Wochenmitte ausging.

Für die Arbeiten, die bereits Ende letzten Jahres begannen, ist die Autobahn schon zum dritten Mal gesperrt worden. So stark wie gestern, waren die Auswirkungen jedoch bislang noch nicht. "Das ist nicht schön, aber alternativlos. Es gibt für Straßen NRW leider keine anderen Möglichkeiten, den Verkehr umzuleiten", sagt gestern Emmerichs Stadtsprecher Tim Terhorst.

Die Umleitungen sind ausgeschildert. Der Verkehr in Richtung Niederlande wird ab der Anschlussstelle Rees über die Umleitungsstrecke U 15 geführt. In Richtung Oberhausen läuft der Verkehr ab Anschlussstelle Emmerich über die Umleitungsstrecke U 6.

(bal)
 
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