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Emmerich
Auf leichten und schnellen Steppsohlen

Emmerich. Die irische Tanzschow "Magic of the Dance" begeisterte im Emmericher Stadttheater mit leichtfüßigen Tanzeinlagen. Die Stepptänzer überzeugten die rund 400 Besucher mit Synchronität, Präzision und Schnelligkeit. Von Monika Hartjes

Die spektakuläre Tanzshow "Magic of the Dance" tourt um die Welt, auch in Metropolen wie Dublin, London oder Rio de Janeiro war sie schon zu Gast. Mehr als 3000 Aufführungen gab es bislang. Gezeigt werden nicht nur sehenswerte Stepptänze - die Show erzählt auch eine Liebesgeschichte. Das alles zu irischen Melodien und Choreografien des achtmaligen Stepptanz-Weltmeisters John Carey, untermalt mit Pyrotechnik und einer Lichtshow mit Filmeinspielungen. Am Sonntag begeisterte "Magic of the Dance" nun rund 400 Besucher im Emmericher Stadttheater.

Es beginnt im Dublin des frühen 20. Jahrhundert: Irische Auswanderer befinden sich auf der Flucht vor der großen Hungersnot in die "Neue Welt". Sie haben fast alles verloren: ihren Besitz, ihre Heimat - nicht aber ihre Musik, ihre Tänze und ihre Leidenschaft. Zwei junge Menschen verlieben sich während eines Abschiedsfestes und werden bei der Überfahrt nach Amerika getrennt. Auf der Suche nacheinander erleben sie aufregende Tanzabenteuer und versuchen, Elend und Leid zu vergessen. Die Liebesgeschichte steht als Hoffnungsträger für ein neues Irland.

Die Tänzer von "Magic of the Dance" steppten über Tisch und Stühle, sprangen, tanzten, dass die Funken sprühten und das im wahrsten Sinne des Wortes. Beim Auftritt des "Dämonen", der die irische Hungersnot vergangener Zeiten symbolisiert, sprühten Feuerwerkssäulen und rotqualmende Fontänen, Feuerschalen entflammten plötzlich. Dabei faszinierten vor allem auch die Präzision, Synchronität und Schnelligkeit der Steps, selbst wenn ein Dutzend Tänzer auf der Bühne standen. "Ich hätte schon längst Knoten in den Beinen", meinte eine Besucherin.

Präsentiert wurden in der rasanten Steppshow auch die "New York Tap Allstars", die mit ihren teilweise humorvollen Einlagen die Brücke zwischen amerikanischem Tap-Dance - der Stepptanz ist in den 1830er Jahren in New York entstanden - und traditionellen irischen Szenen schlugen. Die Tanz-Szenen spielten im legendären Cotten-Club, wo das "New York Tap All Stars" -Duo mit spielerischer Leichtigkeit Stepptanz vom Feinsten präsentierte.

Das ebenso legendäre Ratpack, einst gebildet von Sammy Davis jr., Frank Sinatra und Dean Martin, wurde von den Akteuren kurzerhand aus dem Publikum rekrutiert. Guido, Wolfgang und Christoph, drei gestandene Herren, bekamen von den leichtfüßigen Tap-Allstars Nachhilfeunterricht in Sachen Tanz und machten auf der Bühne eine ganz gute Figur, was mit viel Applaus belohnt wurde.

Atemberaubende Schnelligkeit präsentierten zwei irische Tänzer und die beiden Tap-Stars bei ihrem mitreißenden Tanz-Battle. "Come on, Baby", feuerte ein Zuschauer die Jungs an.

In einem grandiosen Finale, in dem die Dämonen besiegt wurden und das Paar seine Hochzeit feierte, fand die Show ihren Höhepunkt. Das Publikum war begeistert von dem schnellfüßigen Trommelfeuer, ließ sich anstecken von der Fröhlichkeit, klatschte und stampfte mit. Mit minutenlangem Applaus bedankte es sich bei den Akteuren.

Quelle: RP
 
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