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Rees
Auf zum fröhlichen Wurstjagen

Rees. Bei der Traditionsveranstaltung des Tambourcorps Bienen herrschen immer tolle Stimmung und gute Laune. Spielleute übermitteln den Bürgern einen musikalischen Frühlingsgruß. Von Monika Hartjes

Jedes Jahr veranstaltet das Tambourcorps Bienen sein "Wurstjagen", am vergangenen Samstag war es wieder soweit. "Das hat eine lange Tradition und begann wahrscheinlich kurz nach unserer Gründung 1959", erzählte der erste Vorsitzende Frank Stadler. Das Tambourcorps zieht durch die Straßen des Dorfes und übermittelt den Bürgern einen musikalischen Frühlingsgruß als Dank für die Unterstützung im vergangenen Jahr.

"Früher fand das Wurstjagen immer zur Karnevalszeit statt. Aber da wir da meistens bei den Umzügen unterwegs waren, haben wir das auf den letzten Samstag im April verlegt", so Stadler. Seinen Namen hat die Veranstaltung davon, dass zu Beginn die Musiker an den Häusern mit Mettwurst und Schnaps versorgt wurden. "Das gibt es heute auch noch ab und zu." Bei den Besuchen füllen die Zuhörer auch eine Trommel-Spardose mit Spenden. "Der Erlös ist für die Jugendarbeit bestimmt, davon werden unter anderem Uniformen und Instrumente angeschafft", sagte der Vorsitzende.

Das Tambourcorps Bienen besteht aus rund 25 Mitgliedern im Alter zwischen 14 und 80 Jahre Es ist ein fester Bestandteil des Dorfes. Bei zahlreichen Auftritten, spielt es unter anderem bei Schützenfesten und begleitet den Schützenverein bei diversen "Auswärtsspielen". Darüber hinaus nehmen die Musiker regelmäßig an der Bienener Karnevalssitzung sowie am Reeser Rosenmontagszug teil.

Beim Wurstjagen werden an den Häusern flotte Marschmelodien zum Besten gegeben. "Wenn wir vorher wissen, dass jemand Geburtstag hat, dann spielen wir auch ein Geburtstagsständchen und bringen einen Blumenstrauß mit", erzählte Frank Stadler.

Einer der Dienstältesten ist Güssi Becker, der dem Tambourcorps schon seit 1963 angehört. Der 63-Jährige kann sich an so manch feuchtfröhlichem Wurstjagen erinnern. "Die Bevölkerung nimmt uns immer herzlich auf und versorgt uns gut." Zum dritten Mal waren die beiden Jüngsten im Tambourcorps, die 14-jährigen Benedikt Schmitz und Nils Helling, dabei. Beide spielen Querflöte. "Das ist ein tolles Gemeinschaftserlebnis", sagte Benedikt und Nils ergänzte: "Mit der Truppe zusammen die Leute mit Musik zu beglücken, das macht echt Spaß."

Bei strömenden Regen ging es am Samstagmorgen gegen halb 9 Uhr los. "Der Regen ist natürlich nicht gut für die Instrumente, aber erst mal sitzen wir trocken und heute Mittag wird das Wetter besser", meinte Sven Rüger, der seit elf Jahren die Pauke schlägt. Tatsächlich hörte der Regen am Nachmittag, als das Tambourcorps durchs Dorf zog, zeitweise auf. Vorher führen die Tambourn in einem mit Polstersitzen gemütlich ausgestatteten Bauwagen, der von einem Trecker gezogen wurde, in die Außenbezirke, um dort unter der Leitung von Tambourmajor Hans Schlaghecken vorzuspielen. Um die Mittagszeit gab es eine Rast am Schloss Hueth, wo in einem umgebauten Pferdestall zusammen gegessen wurde. Treckerfahrer Christoph van Acken, der die Aktion bereits einige Male begleitete, meinte: "Da herrschen immer tolle Stimmung und gute Laune."

Quelle: RP
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