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Rees
Ausgezeichnetes Engagement

Rees: Ausgezeichnetes Engagement
Bürgermeister Christoph Gerwers (r.) ehrte mit seinen Stellvertretern Mariehilde Henning (l.) und Harry Schulz (2.v.r.) die Ehrenamtler im Bürgerhaus. FOTO: Stade
Rees. Festakt im Bürgerhaus: 27 Reeserinnen und Reeser erhielten jetzt die Silberne Ehrennadel der Stadt. Auch wenn sie in völlig unterschiedlichen Bereichen aktiv sind, einigt sie eines: Sie setzen sich für andere ein. Von Michael Scholten

"Ihr bürgerschaftliches Engagement ist für eine lebendige Stadt und den sozialen Zusammenhalt wichtiger denn je und sogar unverzichtbar", lobte Bürgermeister Christoph Gerwers die ehrenamtlichen Aktivitäten von 27 Bürgerinnen und Bürgern. Bei einem Festakt im Bürgerhaus erhielten sie die Silberne Ehrennadel der Stadt. "Sie schenken anderen Menschen das Wertvollste, über das Sie verfügen: Ihre Zeit und Ihre Kraft", sagte Gerwers. Gemeinsam mit Pfarrer Norbert Stephan hatte er nach dem Zufallsprinzip Reeser Vereine ermittelt, die wiederum besonders verdiente Mitglieder für die Ehrung vorschlugen. Andere Ehrenamtler wurden von Ortsvorstehern vorgeschlagen. Beim 13. Festakt dieser Art, der von Musikern der Haldern Strings begleitet wurde, verliehen Gerwers und seine Stellvertreter Mariehilde Henning und Harry Schulz die Ehrennadeln an folgende Reeser:

Cornelia Alí ist seit fünf Jahren im Förderverein der Grundschule Haffen-Mehr aktiv. Als Vorsitzende unterstützt sie die Schulleitung bei der Organisation von Schulfesten, Bundesjugendspielen, Nachmittagsbetreuung, Kleider- und Spielzeugmärkten oder Martinsumzügen.

Waltraud Balkenborg organisiert seit Jahrzehnten Märkte und Basare sowie die Vermietung der Haffener Schützenhalle. Sie hat auch die Internetseite "Haffen-am-Rhein" erstellt. Bei der ersten Teilnahme Haffens am Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" war sie zuletzt als Moderatorin tätig. Claudia Beltermann ist seit einem Jahrzehnt Mitglied der Haldern Strings und gehört als Kassiererin dem Vorstand an. Ihr liegen vor allem die Workshops am Herzen, die sie bis ins Detail organisiert. Günter Boland, von 2002 bis 2015 Ortsvorsteher in Millingen, setzte sich dort für den Bau des Dorfplatzes ein. Er hat stets ein offenes Ohr für die Sorgen der Bürger um die Betuwe-Linie und wirkte beim Bau der Platzanlage von Fortuna mit.

Klemens Cornelißen machte sich lange Vorsitzender des Halderner Gewerbevereins für die Interessen der Geschäftsleute stark. Zu vielen Festen und Märkten stellt er Blumenschmuck und firmeneigene Fahrzeuge kostenlos zur Verfügung. Zudem organisiert er seit Jahren die Halderner Kirmes mit.

Ludger Dahmen war bis Mitte 2017 Pastoralreferent der Katholischen Kirchengemeinde Rees. Im Zusammenwirken von Kirche, Verwaltung und anderen Institutionen gelang es ihm, Angebote zu schaffen wie die "Teestube" im Karl-Leisner-Heim als Jugendtreff, Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche, den "Caritas-Shop" an der Fallstraße, die Aktion "Urlaub ohne Koffer", die Anschaffung von Kirchenbussen oder das Lokal "mittags am Markt".

Robert Franken hält den Bürgerschützen Rees seit über 40 Jahren die Treue und ist seit 1987 Mitglied im erweiterten Vorstand. Er beteiligte sich an der Festschrift zum 175-Jährigen des Vereins und ist seit Jahren federführend an der Spendensammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge durch die Bürgerschützen beteiligt.

Gudula Giesen ist Gründungsmitglied der Chorgemeinschaft Bienen und seit fast 30 Jahren deren Vorsitzende. Sie engagiert sich auch für die kfd Millingen und engagiert sich auf der anderen Rheinseite für die Pfälzer Tanzgruppe.

Andreas Groot-Severt trat mit 17 Jahren in die Feuerwehr ein, übernahm 1996 den Posten als Gruppenführer des Löschzuges Rees, ehe er 1998 stellvertretender Löschzugführer wurde. Der Stadtbrandinspektor war von 1999 bis 2004 auch Führer des Reeser Löschzugs. Christoph Hartleb ist Gründungsmitglied des 2003 gegründeten Förderkreises Geistliche Musik der Gemeinde St. Mariä Himmelfahrt Rees, der 2006 als Verein registriert wurde. Von Beginn an übernahm er die Aufgabe des Kassierers.

Bernhard Häsel trat 1954 in den SV Haldern ein und war zunächst als Fußballer aktiv. Ab 1973 kickte er 30 Jahre lang bei den Alten Herren und gründete 2005 die "Veteranen" des Vereins, die er bis heute leitet. 1986 übernahm er im Hauptvorstand die organisatorische Leitung des Vereins und war acht Jahre lang Geschäftsführer. Seit 1999 fungiert er als Beisitzer im Hauptvorstand.

Thomas Henstra ist amtierender Pumpenmeister der Pumpengemeinschaft Guje Pomp an der Rheinstraße. Als Oberpumpenmeister erweiterte er die Reeser Pumpenlandschaft um eine neue Pumpe, die er federführend am Agnesheim installieren ließ.

Karl-Hubert Heveling stammt aus Grietherbusch und hat sich in Esserden einen Namen als guter Diplomat gemacht. Seine Meinung ist gefragt, sein Rat erwünscht. Dabei agiert er in der Jagdgesellschaft ebenso wie im Deichverband.

Uwe Kemkes, Zweiter Vorsitzender des Reeser Kanu-Clubs, pflegte als langjähriger Wanderwart Kontakte zu holländischen Kanuten. Fünf Kanu-Weltmeisterschaften organisierte er in Duisburg mit. In Grietherort ist der THW-Althelfer seit 15 Jahren Einsatzleiter Hochwasser.

Hilde Koch ist Gründungsmitglied des evangelischen Kirchenchors Haldern. Neben ihrer Stimme und ihrer langjährigen Vorstandsarbeit investiert sie auch viel Zeit für die akribisch geführte Chronik des Chores.

Doris Kray-Hühnerschulte ist seit mehr als 40 Jahren die gute Seele des Bienener Martinskomitees. Die Grundschullehrerin übernimmt federführend die Organisation des Zuges und des Martinsspiels.

Maria Kresken verwaltet die Kasse der Caritas-Ortsgruppe Mehr und organisiert Sammel- und Spendenaktionen zugunsten von Kindergärten, Grundschulen und Behindertenheimen. Sie macht seit Jahren Geburtstags- und Krankenbesuche bei älteren Menschen und organisiert "Essen auf Rädern" in Mehr. Andrew Meulenkamp engagiert sich seit 1990 für den Bürgerschützenverein Rees-Feldmark, Groin und Bergswick. Als langjähriges Vorstandsmitglied im 2. Zug übernahm er die Zugführung und ist mit seinem handwerklichen Geschick ein wichtiger Helfer beim Auf- und Abbau der Schützenfeste und des Feldmarker Weihnachtsmarktes.

Josef Meyboom gilt als Institution in Empel, wo er seit Jahren auch als "Dorfsheriff" in die Bütt steigt. Viele Jahre war er Präsident des Elferrates. Sein Interesse gilt der Geschichte der Gemeinde Hurl. 2014 initiierte er die Aufstellung einer Fahne und eines Grenzsteins mit Empeler Wappen "An der Landwehr". Seit 1976 ist er den Johannes-Schützen eng verbunden. 1991 war er König, seit 2005 ist er Brudermeister. Horst Podlesch ist seit zehn Jahren Mitglied des Sozialverbandes VdK und übt seit 2012 das Amt des Kassierers aus. Seit 2007 sitzt er im Rollstuhl und beschäftigt sich intensiv mit der Barrierefreiheit in Rees. Er ist Inhaber des Erhebungsausweises der Agentur Barrierefrei des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales in NRW.

Wilhelmine "Wilma" te Baay organisiert seit 16 Jahren immer donnerstags den Altennachmittag in der Altentagesstätte "Haus Wesendonk". Selbst bereits 80 Jahre alt, kümmert sie sich liebevoll um die Seniorinnen und Senioren. Leo Tekath steht seit den 50er Jahren auf der Bühne. Im Kirchenchores St. Vincentius Mehr ist er seit seiner Jugend eine stimmgewaltige Größe. 1983 belebte er mit anderen Theaterfreunden die Dorfbühne Mehr neu und überzeugte in vielen Haupt- und Nebenrollen. Petra Terstegen ist seit 1995 Vorsitzende des Förderkreises Musik Haldern. Ihr Augenmerk gilt der Ausstattung der musikbegeisterten Kinder mit passenden Instrumenten. Sie setzte sich dafür ein, dass die Kreismusikschule nach wie vor eine Außenstelle in Haldern hat.

Michael van de Löcht, Gründungsmitglied des Karnevalsvereins 42 42 Rees 4, ist in jeder Session eine der Säulen beim Auf- und Abbau. Beim Rosenmontagszug ist er als Ordner aktiv. Er ist Spielmann im Tambourcorps Mehr, Schütze im Bürgerschützenverein Mehr, spielt bei den Tennisfreunden und den Fußballern vom TuS Haffen-Mehr und ist Trainer beim Handicap-Fußball. Pater Thomas van Zanten übernahm 2004 das Amt des Präses bei der KAB St. Josef Haldern. Seither betreut er die Vereinsmitglieder mit christlichen Nächstenliebe, seinem Glauben und seiner Erfahrung. Heidrun Weber-Klinkhammer gründete die Facebook-Gruppe "Rees hilft", als immer mehr Flüchtlinge kamen. Über das soziale Netzwerk organisierte sie Sachspenden und deren Transport sowie persönliche Hilfsangebote. Sie wurde stellvertretend für alle Ehrenamtler geehrt, die in der Flüchtlingshilfe tätig sind.

Maria Willemsen ist seit 45 Jahren im Außendienst der Katholischen Frauengemeinschaft tätig. Sie verteilt die Monatszeitschrift "Frau & Mutter" und betreut die Mitglieder ihres Bezirks. Von 1998 bis 2016 war sie auch im Leitungsteam aktiv.

Quelle: RP
 
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