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Emmerich
Awo im Kreis Kleve hat eine neue Chefin

Emmerich. Kleve (cat) Zehn Jahre war Marion Kurth die Stellvertreterin von Viktor Kämmerer, jetzt ist sie selbst Geschäftsführerin der Arbeiterwohlfahrt (Awo) im Kreis Kleve. Die 54-Jährige wohnt seit 1992 in Xanten, ist graduierte Erziehungswissenschaftlerin und hat eine Zusatzausbildung zur Wirtschaftsassistentin absolviert. Mehrere Jahre war sie in der freien Wirtschaft im EDV-Bereich und als Übersetzerin tätig, außerdem ist Kurth Erwachsenenbildungsreferentin im evangelischen Kirchenkreis Kleve. Seit 1996 gehört sie dem Awo-Kreisverband Kleve an. Bevor sie dort hauptberuflich tätig wurde, war sie Gleichstellungsbeauftragte in Voerde. Bei der Awo hat sie sich seit 2000 am Aus- und Aufbau neuer Arbeitsbereiche beteiligt und ist seit 2005 stellvertretende Geschäftsführerin. Seitdem ist Kurth verantwortlich für die pädagogischen Arbeitsbereiche Familienbildung, Ganztagsgrundschule (OGS), ambulante Hilfen zur Erziehung, Pflegekinderdienst, Integrationshilfen im Schulbereich, Internationales Zentrum für Integration und Freizeitgestaltung sowie Freiwillige im sozialen Jahr.

Kurth hat sich vorgenommen, die erfolgreiche Arbeit ihres Vorgängers Viktor Kämmerer fortzusetzen. Als ihr nächstes großes Ziel nennt sie den Aufbau einer stationären Einrichtung für minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge. "Die Verhandlungen sind weit fortgeschritten. Die Einrichtung soll in Bedburg-Hau sein", verrät die neue Awo-Chefin. Ein weiteres großes Projekt ist eine neue Kita in Bedburg-Hau, die im August in Betrieb gehen soll.

Der Emmericher Viktor Kämmerer befindet sich jetzt in Altersteilzeit und blickt auf eine 16-jährige Tätigkeit als Geschäftsführer der Awo im Kreis Kleve zurück. "Als ich anfing, verfügten wir über 16 Mitarbeiter - heute sind es 300. Außerdem ist der Umsatz 15 Mal höher", sagt Kämmerer. Er hat dafür gesorgt, dass die Awo Kitas und weitere Jugendheime betreibt. Außerdem schob er das Konzept "Hilfen zur Erziehung" an. Heute betreut die Awo rund 200 Familien pro Jahr. Zum weiteren großen Standbein für die Awo hat Kämmerer den Offenen Ganztag gemacht. "Heute betreuen wir in sieben Kommunen 20 pädagogische Einrichtungen", sagt er. Nicht zuletzt förderte er die Kinder-Integrationshilfe. Die Awo hat 100 Kindern dazu verholfen, dass sie eine Regelschule besuchen können.

Quelle: RP
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