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Rees
Bäcker Jansen eröffnet neues Café in der Reeser Innenstadt

Rees. "Das Leben ist zu kurz für Knäckebrot", steht auf der Säule inmitten des neuen Stadtcafés, das Michael und Eva Jansen sowie deren Töchter Carolin und Barbara gestern in Rees eröffneten. Knapp 25 Sinnsprüche rund ums Backen und Genießen zieren die bunten Wände des 120 Quadratmeter großen Selbstbedienungs-Cafés, das durch seine mannshohen Fenster den Blick auf das Leben in der Dellstraße und Kapitelstraße freigibt.

Seit September 2014 hatten die Jansens darauf gewartet, dass ihr Antrag auf "Nutzungsänderung" des Geschäftshauses genehmigt wird. Als die Behörden grünes Licht gaben, ging alles ganz schnell. In nur vier Wochen wurde aus den Galerieräumen der Familie Eyting ein barrierefreier Gastronomiebereich, der nahtlos in die seit 20 Jahren bestehende Bäckerei übergeht.

Geöffnet ist täglich ab 6 Uhr, sonntags eine Stunde später. Werktags schließt der Betrieb um 18.30 Uhr, am Wochenende um 17.30 Uhr. Mittagspausen gibt es keine. Im Gegenteil: Neue Angebote wie der "Bäcker-Burger", die "Jansen-Stulle" und der vegetarische Burger sollen nun den Mittagstisch der Reeser bereichern.

Den ganzen Tag über erhielt das Ehepaar Jansen gestern Besuche, Glückwünsche und Geschenke von anderen Geschäftsleuten. Darunter auch Vermieter Peter Eyting, der sich noch gut daran erinnern konnte, wie er mit seinen Eltern, drei Geschwistern und neun anderen Leuten die Räume bewohnte, in denen jetzt Brötchen, Kuchen und Snacks serviert werden. Als neue Kaffeesorte wird fair gehandelter Puro-Kaffee aus Südamerika serviert, auch die anderen Jansen-Filialen im Raum Rees werden jetzt darauf umgestellt.

Michael Jansens Eltern, Robert und Rita, eröffneten 1962 am Reeser Markt ihre erste Bäckerei, zogen 1972 aber nach Haldern, wo es zwei Filialen gibt. Neben dem neuen Flaggschiff an der Dellstraße gibt es zwei weitere inhabergeführte Filialen in der Feldmark und in Haffen-Mehr. Ob die Töchter Carolin und Barbara, die beide in Köln Jura studieren, den Familienbetrieb eines Tages weiterführen oder ob Michael und Eva Jansen ihr Lebenswerk an Dritte verkaufen, steht noch in den Sternen. Klar ist, dass die Bäckerei und das neue Café als feste Einheit weitergegeben würden. "Wir haben das Mietverhältnis mit Familie Eyting auch für mögliche Nachfolger, vertraglich geregelt", hebt Michael Jansen hervor und ergänzt: "Mein Vater hat immer gesagt: Ein Vertrag wird gemacht zum Vertragen."

(ms)
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