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Emmerich
Bau des Gesundheitszentrums Elten zieht sich hin

Emmerich: Bau des Gesundheitszentrums Elten zieht sich hin
Das Gesundheitszentrum soll auf der Rasenfläche neben dem Eltener Bürgerbad entstehen. FOTO: Thorsten Lindekamp
Emmerich. Die CDU hat Beratungsbedarf. Seit November hat es keine Gespräche gegeben.

Dr. Arun Subburayalu ist enttäuscht. Der Bau seines Gesundheitszentrums an der Luitgardisschule zieht sich - aus seiner Sicht unnötig - in die Länge. Am 24. November hätte der Ausschuss für Stadtentwicklung den Bebauungsplan beschließen sollen. Die CDU meldete allerdings Beratungsbedarf an. Der Ausschussvorsitzender Albert Jansen (CDU) erklärte, dass dies im Zusammenhang mit derBerichterstattung in der lokalen Presse stehe, wonach Subburayalu eine Hausarztpraxis in Anholt eröffnet. Deshalb gebe es vertragsrechtliche Fragen. Zeitnah sollte der Bürgermeister Fragen zugeleitet bekommen, die dieser dann mit Subburayalu erörtern möge. Aus Sicht der Verwaltung, betonte jetzt nochmal Stadtsprecher Tim Terhorst, gebe es keine weiteren Fragen.

Bisher liegen die Fragen der CDU im Rathaus noch nicht vor. Mit dem Eltener Arzt hat auch noch niemand gesprochen, wie dieser versichert. Albert Jansen beteuert allerdings, dass das Thema in der Sitzung am 8. März auf die Tagesordnung kommen und die Fragen zeitnah bei Peter Hinze ankommen werden. Er ergänzt zudem, dass sich auch Fragen aus der Offenlage des Verfahrens ergeben hätten und zur kassenärztliche Zulassung.

Von der Ansiedlung in Anholt, verrät Subburayalu nun, habe der ehemalige Bürgermeister Johannes Diks, der sich sehr für das Gesundheitszentrum eingesetzt habe, schon seit einem Jahr gewusst. Somit wohl auch die CDU. Es sei immer klar gewesen, dass die Patientenversorgung in Elten durch die Praxis in Anholt nicht leiden soll. "Ich habe Personal eingestellt", sagt Subburayalu. Auch die Frage der Zulassung sei durch die Kassenärztlichen Vereinigungen geklärt: "Da ist alles in trockenen Tüchern!", betont der Mediziner. Die aktuelle Lage - die Praxis im Martinusstift ist zu klein - sei unbefriedigend. Es herrsche Druck für die Mitarbeiter. Und: "Es tut mir Leid für die Eltener. Wir reißen uns die Beine aus. Aber es tut sich nichts", sagt Subburayalu.

Vielleicht werde darauf spekuliert, dass er die Nerven verliere: "Ich bin aber weiterhin positiv eingestellt." Vielleicht spielt auch dies eine Rolle: Es gibt Pläne für ein weiteres Gesundheitszentrum an der Klosterstraße. Dieses Projekt, bei dem es noch offene Fragen zu den Parkplätzen geben soll, hat es aber bisher nicht in die politischen Gremien geschafft. Wird vielleicht auch auf Zeit gespielt? Gerd Bartels (BGE) etwa sagt: "Wir sagen Ja zu einem Gesundheitszentrum, nicht zwei. Welche Pläne besser sind, das wissen wir im Moment nicht. Der Aktivere, der Schlüssigere wird den Beschluss bekommen." Die SPD, so Fraktionschefin Andrea Schaffeld, sehe im Moment keinen Grund, Subburayalus Pläne abzulehnen - kennt aber auch die CDU-Sorgen nicht. Christoph Kukulies (AfD) hat eine eindeutige Meinung: Die CDU blockiere den Abschluss des Verfahrens. Er fordert, dass die CDU bis zur Ratssitzung am 16. Februar die Sache klärt, damit das dringend benötigte Bauprojekt in Elten umgesetzt werden könne.

(mavi)
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