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Emmerich
Bayrisch feiern auf der Rheinpromenade

Emmerich: Bayrisch feiern auf der Rheinpromenade
Auf der Emmericher Promenade wurde zünftig gefeiert am Wochenende. FOTO: van Offern, Markus (mvo)
Emmerich. Ganze 17 Schläge brauchte Stadtwerke-Chef Udo Jessner beim Fassanstich - danach wurde zünftig gefeiert. Von Monika Hartjes

Ganz oft habe er das noch nicht gemacht und das letzte Mal sei auch schon eine Weile her, erzählte Udo Jessner, der am Samstag zum Start des Oktoberfestes auf der Rheinpromenade für den Fassanstich zuständig war. Und warnte die Besucher vor: "Richten Sie sich auf ein feuchtes Erlebnis ein." Tatsächlich brauchte der Linkshänder dann 17 Schläge, bis der Zapfhahn saß und das Bier floss: Zunächst in hohem Bogen aufs Pflaster, doch die Wirte fingen es schnell in Krüge auf. Souverän zapfte der Stadtwerke-Chef dann die Gläser voll, um sie an die Wirtsleute, zünftig in Lederhose und Dirndl, und die zahlreichen Besucher zu verteilen.

Als Franz Feyen mit seiner Begrüßungsrede loslegen wollte, war kein Strom auf dem Mikro. "Den richtigen Mann haben wir doch hier", meinte der Gastwirt mit Blick auf Jessner. Doch zunächst schaltete sich erst mal die Sonnenenergie ein, pünktlich zum Oktoberfestbeginn verzogen sich die Wolken, was von den Besuchern mit Applaus bedacht wurde. Und Franz konnte es auch unkonventionell - ohne Mikro. "Liebe Kollegen vom 'Steiger 1' bis 'Onder de Poort', ich freue mich außerordentlich, dass wir es auch jetzt wieder geschafft haben, ein tolles zweitägiges Fest auf die Beine zu stellen", sagte er. "Heute zeigt sich die Sonne und auch für Sonntag habe ich gegen einen kleinen Aufpreis Sonne für mindestens zehn Stunden bestellt. Da lade ich alle herzlich ein. Das Oktoberfest ist ein Dankeschön aller Wirte an unsere Gäste." Die ganze Rheinpromenade war blau-weiß geschmückt. Giuliano Caramuscio legte auf den Tischen im "La Taverna" blau-weiße Tischdecken auf und hängte passende Luftballon-Herzen dazu.

110 Kilometer war ein Freundeskreis gefahren, um zum Oktoberfest zu kommen. Die sechs Niederländer kamen aus Alphen an de Rijn. "Ich habe die Ankündigung auf einem Plakat gesehen und dann mal gegoogelt. Das hörte sich gut an", sagte Karel Wessel. Eigentlich habe die Gruppe ja nach München zum Oktoberfest gewollt, aber keine Zeit gehabt. Emmerich sei eine gute Alternative - und günstiger: Während auf der "echten Wies'n" die Maß Bier rund zehn Euro kostet, bezahlte man auf der Promenade zwischen acht und 8,50 Euro. Und auch hier am Rhein gab es Schmankerl wie Schweinshaxe auf Püree mit Sauerkraut, Sauerkrautsuppe mit Mettwurst oder Leberkäse mit Bratkartoffeln. Die Blaskapelle "De Fraps" sorgte auf der Bühne am Christoffeltor für Unterhaltung mit Egerländer Musik, Märschen, Polka und Walzer. Ebenfalls für Stimmung sorgten an den zwei Tagen niederländische "Dweilorkest": "De Wiksbossels", "De Kangoeroes" und das Frauen-Orchester "Tiet zat". Der Sonntag begann um elf Uhr mit der Gruppe "11 Zylinder", am Nachmittag spielten die "Original Liemers".

Auch für den Nachwuchs gab es viel zu erleben. Hüpfburgen luden zum Toben ein, Chelsea Wagener und Jaqueline Burgers schminkten die Kleinen. Viel Spaß gab es auf der Schiffschaukel, im Kletterlabyrinth und beim Kuh-Melken. Merle Spiegelhoff spielte mit ihrer Oma am Kickerautomaten. "Wir machen das zum ersten Mal, aber Oma gewinnt", meinte die Neunjährige gut gelaunt.

Quelle: RP
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