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Emmerich
Bei den Kulturbetrieben läuft's rund

Emmerich: Bei den Kulturbetrieben läuft's rund
Michael Rozendaal an der Kasse des Stadttheaters. Über geringe Nachfrage muss sich der Emmericher Kulturchef keine Sorgen machen. FOTO: M. van offern
Emmerich. Das neue Programm für die Saison 2015/2016 ist schon teilweise ausgebucht. Ins Stadttheater wurde unterdessen kräftig investiert. Die Eintrittspreise bleiben aber stabil. Kulturchef Michael Rozendaal hofft auf eine Erhöhung seines Etats. Von Markus Balser

Der Chef der Emmericher Kulturbetriebe, Michael Rozendaal, kann sich relativ entspannt auf die neue Kultursaison 2015/16 freuen. Ins Stadttheater, das in drei Jahren seinen 50. Geburtstag feiert, wurde kräftig investiert. Für 176 000 Euro gab's eine runderneuerte Fassade sowie neue Sprinkler- und Notbeleuchtungsanlagen. Im nächsten Jahr sind dann weitere 50 000 Euro für neue Toiletten fällig. Außerdem hat das Stadttheater seit vier Wochen eine eigene Homepage im Internet. Unter "www.theater-emmerich.de" lässt sich das gesamte Programm der Kulturbetriebe einsehen. Auch Online-Buchungen sind möglich.

Doch nicht nur das aufgehübschte Stadttheater und technische Neuerungen, auch die Resonanz auf dessen Programm zaubert Rozendaal ein Lächeln ins Gesicht. Denn so gut wie momentan war die Nachfrage schon lange nicht mehr. "Für manche Stücke haben wir sogar Wartelisten von 40 bis 50 Interessenten", so Rozendaal.

Besonders nachgefragt werden die sogenannten Ring 2-Veranstaltungen (Boulevard-Theater). Drei von fünf sind hier bereits ausgebucht. Auch wer ins Kabarett will, muss sich sputen. Für diverse Veranstaltungen gibt es nur noch Einzelplätze wie auch für die Auftritte bekannter Namen. So sind für die Vorstellung von Hermann van Veen am 19. Februar 2016 nur noch 35 Karten erhältlich.

1254 Abonnenten hat das Stadttheater derzeit. 71 Neukunden und zwölf Schüler sind dazu gekommen. Besonders gut ist die Auslastung der Kabarett-Veranstaltungen (97 Prozent), bei dem restlichen Programm liegt sie bei immer noch starken 84 Prozent. Dabei kommen die Besucher nicht nur aus Emmerich: "Unser Stadttheater hat kreisweit eine hohe Akzeptanz", weiß Bürgermeister Johannes Diks.

Eine weitere gute Nachricht für alle Kultur-Interessierten hat Rozendaal außerdem noch parat: "Die Eintrittspreise bleiben stabil." So wird es auch künftig Theaterkarten ab 9,90 Euro geben. Schüler zahlen weiterhin 5 Euro Eintritt. Das gilt allerdings nur für die Veranstaltungen der Emmericher Kulturbetriebe. Wenn das Stadttheater von anderen Veranstaltern angemietet wurde, können die Preise ganz anders aussehen - mit Folgen. Wenn 60 Euro verlangt werden, bleiben nicht selten auch Plätze leer, hat Rozendaal beobachtet.

Aber nicht nur im Theater läuft's rund. Auch die anderen Bereiche der Kulturbetriebe können sich sehen lassen. Dank der Unterstützung der Rudolf W. Stahr-Stiftung wird etwa das Kino im PAN (KiP) weiter laufen. Bis zu 153, meist junge Besucher wurden pro Veranstaltung dort gezählt. Weiter gestärkt werden soll auch das Schlösschen Borghees als Veranstaltungsort. Acht Konzerte sind dort geplant. Und auch das freut Rozendaal: Ab August 2016 hat die Stadtbücherei wieder eine Auszubildende.

Der Kultur-Chef hofft im Übrigen auf eine moderate Erhöhung seines Etats - nicht, um mehr Geld für Veranstaltungen ausgeben zu können, sondern um die tariflich festgelegten Personalkostensteigerungen aufzufangen. Derzeit erhalten die Kulturbetriebe 650 000 Euro. "Mit 670 000 wäre uns schon sehr geholfen", sagt Michael Rozendaal.

Quelle: RP
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