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Rees
Bei Grippe viel trinken und Obst essen

Rees: Bei Grippe viel trinken und Obst essen
Das nasskalte Wetter hat die Zahl der Erkältungskrankheiten aktuell ansteigen lassen. FOTO: istockphoto/MarsBars
Rees. Der grippale Infekt grassiert. Um sich auszukurieren, sollte man sich dringend schonen, rät ein Arzt.

Die Krankheitswelle rollt. Überall in den Büros, Verwaltungen und in Handwerksbetrieben ist der Krankenstand hoch. "Wir steuern auf den Höhepunkt der Welle zu", hat Dr. Wolf-Rainer Kieker den Eindruck. Im Wartezimmer seiner Halderner Praxis sitzen derzeit täglich zwischen 20 und 30 Patienten mit grippalem Infekt. "Die Abwehrkräfte des Sommers lassen allmählich nach", ist eine seiner Erklärungen. Eine weitere: Das feucht-kalte Wetter der vergangenen Wochen hat zusätzlich das Immunsystem geschwächt.

Die Leute warten auf den Frühling, erfreuen sich der ersten Sonnenstrahlen und einige gehen schon jetzt ohne Schal und Mütze nach draußen. "Das ist unvorsichtig und setzt der Gesundheit weiter zu", warnt Kirsten Moser. Bewegung als Prophylaxe sei gut, sagt die Apothekerin aus Rees, wichtig sei aber, sich gegen scharfen Wind und feuchtes Wetter mit entsprechender Kleidung zu wappnen. Auch Zugluft sollte man meiden.

Wen es erwischt hat, der fühlt sich schlapp, leidet an Kopfschmerzen, hat die Nasennebenhöhlen dicht. "Da kann man nix tun, außer nix tun", sagt Dr. Kieker lapidar. Was heißt: Ruhe halten! "Die Ruhezeit sollte auch nicht zu knapp bemessen sein", so der Allgemeinmediziner. Es sei besser, die Erkrankung auszukurieren, um wieder richtig fit zu werden.

Weiterer Tipp des Arztes: viel trinken, den Vitaminspeicher auffüllen und viel frisches Obst essen.

Ausgewogene Ernährung empfiehlt auch Apothekerin Kirsten Moser. "Obst ist besonders wichtig", sagt auch sie und rät zu Sorten mit hohem Vitamin-C-Gehalt wie Kiwis, Apfelsinen, Zitronen. "Aber auch Äpfel sind gut", sagt sie.

Wer dem grippalen Infekt vorbeugen will, auch der ist gut beraten, regelmäßig Obst zu essen. "Und wenn man fühlt, dass man krank wird, sollte man schon einen Gang zurückschalten", empfiehlt Kirsten Moser. Also rauf auf die Couch und sich entspannen.

Und noch einen ganz wichtigen Tipp hat Kirsten Moser parat. "Um sich nicht zu infizieren, sollte man regelmäßig die Hände waschen", rät sie. Auf Gemeinschaftstoiletten rät sie, dem Einmal-Handtuch aus Papier den Vorzug zu geben.

Der grippale Effekt trifft derzeit keine Altersgruppe besonders heftig. Es sind Menschen in der Lebensmitte ebenso betroffen wie Kinder und Senioren. Ein grippaler Infekt kündigt sich durch Vorzeichen an wie Niesen, laufende Nase, leichtes Krankheitsgefühl, Müdigkeit, Abgeschlagenheit. Husten, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen sowie leichtes Fieber sind mögliche Symptome im weiteren Krankheitsverlauf. Ein leichter Infekt, so Apothekerin Kirsten Moser, könne man durch Medikante zu beheben versuchen.

"Wenn es ärger wird, muss man sich irgendwann eingestehen, dass man zum Arzt gehen sollte", sagt die Expertin.

(rau)
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