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Beispiellose Erfolgsgeschichte

Emmerich. Jeder zehnte Klever Bürger ist ein Student. Das sagen die nackten Zahlen. 5000 junge Menschen studieren in der 50.000-EinwohnerKreisstadt an den dortigen Fakultäten. Der Campus ist neu, liegt am Hafenkanal mit freundlichen Freiflächen rund um den alt scheinenden Backsteinbau des Speichers, vom Campus haben die Studierenden den Blick auf die Türme der Stadt. Das ist attraktiv.

Attraktiv ist auch die Internationalität, die eine der Säulen der Hochschule ist und dem Bildungs- und Forschungsinstitut am Rande der Republik viele Studenten von weit her und ein internationales Flair beschert. Die einst gelegte Saat, über den Tellerrand ins Ausland nach Fernost zu schauen, geht auf. Daran ändert bis jetzt auch die Diskussion um die Studiengebühr für Ausländer nichts. So sie überhaupt kommt. Zur Attraktivität einer Hochschule trägt auf Dauer aber vor allem die Qualität der Lehre bei - und hier drohen in naher Zukunft Anspruch und Wirklichkeit zu kollidieren. Naderers Credo von der zu wahrenden Qualität der Hochschule auch auf Kosten eines weiteren Wachstums ist völlig richtig. Der Spagat: Neuer Campus plus gute Qualität gleich mehr Bewerbungen.

Mittelfristig werden Naderer und ihr neuer Kanzler also nicht umhin kommen, über eine Erweiterung nachdenken zu müssen, wenn die Zahlen so hoch bleiben und sich verstätigen. Reserveflächen sind zumindest auf dem Campus Kleve genügend vorhanden. Und selbst wenn die Zahlen wieder auf die 5000 einst geplanten zurückgehen sollten: Die Hochschule ist für die Region eine beispiellose Erfolgsgeschichte.

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Quelle: RP
 
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