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Emmerich
Betuwe: Die Bahn geht auf "Roadshow"

Emmerich. Ausbau der Strecke zwischen Emmerich und Oberhausen. Das Versprechen: Es wird leiser

Die Deutsche Bahn geht ab 25. September auf Roadshow. Entlang der Ausbaustrecke Emmerich-Oberhausen ist das Unternehmen je einen Tag in allen Kommunen entlang der Strecke präsent. Hier stellt sich das Team um Projektleiter Stefan Ventzke den Fragen der Bürger.

Nach dem ersten Stopp in Wesel geht die Reise weiter nach Dinslaken, Haldern (Rees), Hamminkeln, Emmerich, Voerde und Oberhausen. Schwerpunkt der Roadshow ist das Thema Schall.

Dazu gehört beispielsweise ein in Kooperation mit dem zur Fraunhofer-Gesellschaft gehörenden Heinrich-Hertz-Institut in Berlin entwickeltes Informationsterminal, mit dem man die Wirkung von Schallschutzmaßnahmen hören kann.

Außerdem können die Besucher sowohl digital als auch in einer gedruckten Version für jeden Planfeststellungsabschnitt die Lärmpegel zwischen der heutigen und der künftigen Schallsituation inklusive der geplanten Schallschutzmaßnahmen vergleichen.

Dabei gilt generell: Je grüner desto leiser. Außerdem gibt die Bahn den betroffenen Anwohnern eine neue Informationsbroschüre an die Hand.

Wer nicht vor Ort dabei sein kann, muss dennoch nicht auf wichtige Informationen verzichten, denn die Tour wird von einem Blog begleitet. Unter "http://www.emmerich-oberhausen.de" können interessierte Besucher die Aktivitäten vor Ort verfolgen und sich zum Thema Schallschutz informieren.

Stefan Ventzke, Projektleiter der Ausbaustrecke Emmerich-Oberhausen: "Wir wollen mit den betroffenen Anwohnern ins Gespräch kommen und erklären, was wir bauen werden und welche Wirkung das haben wird. Denn wir stellen in Gesprächen gerade bei dem technisch und verwaltungsrechtlich komplexen Thema Schallschutz oft fest, dass wir im Dialog und mit transparenter Information viele Vorurteile und Sorgen nehmen können."

Für fast 90 Prozent aller Häuser entlang der Strecke, die derzeit über den durch die 16. Bundesimmissionsschutz-Verordnung vorgegebenen Grenzwerte liegen, wird es nach dem Ausbau der Strecke mit Schallschutzmaßnahmen trotz steigender Zugzahlen leiser, verspricht die Bahn.

Insgesamt werden 20 Prozent der Baukosten für den dreigleisigen Ausbau in Maßnahmen zum Schutz vor Schall und Erschütterungen aufgewendet. Aber auch Anwohner, bei denen bereits heute die Grenzwerte unterschritten sind, profitieren von den Maßnahmen. Dies zeige der Vergleich der Schallisophonenkarten von der heutigen und der künftigen Situation.

Stefan Ventzke, Projektleiter der Ausbaustrecke Emmerich-Oberhausen: "Gerade in den Siedlungsgebieten wird es für viele Anwohnerinnen und Anwohner durch die Maßnahmen des aktiven und passiven Schallschutzes deutlich leiser. Um bis zu 15 db(A) reduzieren die Schallschutzmaßnahmen die Lautstärke an der Strecke. Bei einer Reduzierung von 8-10 db(A) spricht man von einer Halbierung der Lautheit."

Die Roadshow der Deutschen Bahn findet an folgenden Terminen und Orten statt:

25. September 2015 Wesel: Berliner-Tor-Platz 26. September 2015 Dinslaken: Neutorplatz 30. September 2015 Haldern (Rees): Lindenstraße 1. Oktober 2015 Hamminkeln: Molkereiplatz 2. Oktober 2015 Emmerich: Franz-Wolters-Platz 9. Oktober 2015 Voerde: Rathausplatz 10. Oktober 2015 Oberhausen: Sterkrader Tor Das Informationszelt ist jeweils von 10 bis 18 Uhr besetzt.

Quelle: RP
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