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Rees
Betuwe: Gefahrenstelle entschärfen

Rees. Mit Stellungnahmen zum dreigleisigen Streckenausbau der Bahn bei Haldern befasste sich jetzt der Bauausschuss.

Die Bezirksregierung Düsseldorf hatte die Anhörungs zum so genannten Deckblattverfahren eingeleitet und die Planunterlagen vorgelegt. Die in diesem Bereich wohnenden 30 Eigentümer wurden informiert, die Anhörung fand nicht-öffentlich im Rathaus statt. Nun hat die Stadt als Trägerin öffentlicher Belange die Stellungnahme, zirka 60-seitig, verfasst. Bemängelt wurde, dass wesentliche Inhalte der geänderten Planung im Vorfeld nicht mit der Stadt besprochen wurden. "Es fehlen immer noch Angaben zum Thema Schallschutz, Erschütterungsschutz und Sicherheit", bemängelt die Verwaltung.

Zufrieden ist man damit, dass die Anregung der Stadt übernommen wurde, das Trogbauwerk Bahnhofstraße mittels vierästiger Kreuzung mit Ampel an der L7 an das Sportareal anzubinden. Wie berichtet, soll im Zuge des Betuwe-Ausbaus der Bahnübergang Bahnhofstraße geschlossen und die Straße von Ortsmitte kommend rechts in Höhe Irmgardisweg unterhalb der Bahn geführt werden, mit Rampe für Fußgänger und Radfahrer.

Was nicht gefällt, ist die innerörtliche Verkehrsführung für Fußgänger und Radfahrer im Bereich der Einmündung Feldstraße mit Führung auf den weiterführenden kombinierten Fuß- und Radweg in Richtung Trogbauwerk. Und das hat seinen Grund: Aus der Einmündung Feld-/Bahnhofstraße kommen die Fußgänger- und Radfahrerströme von der Kloster-, Blankenburgstraße, Nachtigallenweg und der sich anschließenden Nebenstraßen, um die Bushaltestellen an der Bahnhofstraße zu nutzen. Derzeit fahren 272 Halderner Schüler mit Bussen zu Schulen. Insbesondere an den Nachmittagen nach Schulschluss wird es an der Bahnhofstraße mit Fahrtrichtung Feldstraße zu einer großen Anzahl von Fußgängern und Radfahrern kommen, die die Bahnhofstraße in Richtung Feldstraße queren müssen. Zudem muss berücksichtigt werden, dass der gesamte Fußgänger- und Radverkehr aus dem Ortsteil Richtung Sportplatz ebenfalls über den einseitigen kombinierten Geh- und Radweg geführt wird. Hier schlägt die Verwaltung innerörtlich Fahrbahnquerungen im Bereich der Kurvenlage vor. Aus Sicht der Stadt Rees muss mit einer Mittelinsel oder einer Bedarfsampelanlage der Querungsverkehr gesteuert werden. Einstimmig beschloss der Ausschuss den Entwurf der Stellungnahme der Verwaltung.

Nicht zufrieden ist die Stadt Rees mit der vorgesehenen lichten Höhen des einseitigen Rad- und Fußweges im Trog mit 2,50 Metern. Diese soll für Radfahrer auf drei Meter erhöht werden. Auch soll bei der Unterführung Sonsfeld für Fußgänger und Radfahrer die Trogbreite von vorgesehenen 2,50 Meter nun auf vier Meter angepasst, die Ecken der Rampen abgerundet werden.

(ha)
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