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Rees
Betuwe: Noch ein Versuch fürs Dorf

Rees: Betuwe: Noch ein Versuch fürs Dorf
Blick auf die Info-Veranstaltung der Bahn gestern in Haldern. FOTO: Erwin Pottgiesser
Rees. Noch vor einem möglichen Ansturm auf den Infostand der Deutschen Bahn (siehe Infokasten), machten sich Conny Meyboom und Gerd Klinkhammer auf den Weg nach Haldern, um nochmals eine Eingabe zu machen.

"Da die Planungsentscheidungen noch weit in das Jahr 2016 verschoben werden dürften, können schließlich Konsensentscheidungen noch geändert werden. Um Dorfstrukturen zu erhalten", argumentierten die beiden Empeler.

Wenn also auf eine Straßenüberführung verzichtet werden könnte, dann schlagen Meyboom und Klinkhammer Alter Deichweg - Schloß Hüth vor. "Im Gegenzug könnte dafür eine einspurige Pkw-Unterführung mit Rad-Fußwegunterführung an der Anholter Straße in Millingen gebaut werden."

Und das ist die Begründung:

"Als der Stadt Rees die Bahnübergangsschließungen durch die Betuwe-Planungen aufgezwungen wurden, haben zunächst mit Recht alle kommunalen Entscheidungsträger um die Aufrechterhaltung möglichst aller Bahnübergänge gekämpft. Nachdem jedoch für die Entscheidungen der DB und der Städtebauminister nicht die Erhaltung der Dorfstrukturen, sondern vorrangig und allein die Kostenminimierung ausschlaggebend sind, sollten wir uns auf die existenziell wichtigsten Bahnquerungen beschränken, um die größeren Nachteile für unsere Dörfer zu vermeiden!"

Wegen der zunehmenden Unterschutzstellung der Bruchweiden dürfte die Überführung am Alten Deichweg weniger Bedeutung haben, als die Verhinderung der Dorftrennung in Millingen, argumentieren die Beiden. "Die ersparten Kosten von fünf bis sechs Millionen Euro könnten die Bahn bewegen, eine intelligent ampelgesteuerte ,einspurige Pkw- und Rad-/Fußgängerunterführung an der Anholter Straße in Millingen zu bauen."

Und: "Der Verzicht auf die Überführung am Alten Deichweg hätte auch eine positive Umweltbilanz zur Folge, die den 'Eingriff in das FFH Gebiet' bei der geplanten Ortsumgehung Millingen befördern könnte."

Für den Fall, dass Rat und Verwaltung diesen Vorschlag nicht verantworten wollen, schlagen die beiden eine Befragung der Millinger vor, um diesem Vorschlag die nötige Sicherheit zu geben. Noch nicht aufgegeben haben die beiden den Vorschlag für eine einbahnige Pkw-Unterführung in der Meyboom-Variante in Empel. "Die großzügige Radweg-Fußgängerlösung an der Reeser Straße dürfte rechtlich nicht durchsetzbar sein. Denn in Empel ist die bisherige Konsenslösung nicht nur teurer als die Meyboom-Variante, sie wird auch rechtlich scheitern, weil der Grundstückseigentümer Theo Schepers bei einer Enteignung auf die kostengünstigere und bedarfsgerechte Pkw-Rad-/Fußweglösung verweisen wird. Bei ihm wird nicht nur das Grundstück durchschnitten, sondern auch der Gaststättenbetrieb beeinträchtigt."

(ha)
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