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Emmerich
Betuwe: Planspiele fürs Löwentor

Emmerich. Prof. Peter Jahnen vom Stadtplanungsbüro "Heinz Jahnen Pflüger" stellte der Emmericher Politik jetzt vor, wie das Löwentor im Zuge der Betuwe-Umbauten aussehen könnte. Von Christian Hagemann

Wie auf dem nebenstehenden Bild zu sehen, ergibt sich in einigen Jahren die Situation, dass die Autofahrer über eine neue Straße unterhalb der Schienen in Richtung Stadt fahren werden. Ihre Fahrt mündet an einem Kreisverkehr in Höhe Aldi. Von dort wird der Verkehr in Richtung B8, Hafen und Mennonitenstraße verteilt. Zudem bekommen Fußgänger und Radfahrer am Löwentor eine neue Unterführung. Der Stadtplaner hatte nun die Aufgabe, das Umfeld neu zu überdenken, das sich aus den neuen Verkehrswegen ergibt. Seine Visionen kamen in der Politik gut an, wenngleich allen klar ist, dass es nur grundsätzliche Überlegungen sind. Und sie werden erst in einigen Jahren aktuell. Dennoch: Mit diesen Ideen wird die Stadt auf die Bürger zugehen und sie vorab informieren.

Bahnhof: Für den Bahnhof kann sich der Stadtplaner viele Veränderungen vorstellen. Zum Beispiel, dass es künftig einen Park & Ride-Platz gibt, der genau gegenüber dem jetzigen liegt. Wenn man vorm Bahnhof steht, liegen rechts davon einige Flächen brach, die die Bahn wohl nicht braucht. "Das kann auch noch 15, 20 Jahre dauern, bis die Bahn die Flächen aufgibt,", so Jahnen. Eine architektonische Aufwertung brauche der Bahnhof und sein Vorplatz ohnehin, so der Professor.

Mennonitenstraße: Die Straße ist ein Einfallstor in die Innenstadt, so Jahnen. Aber sie wirkt derzeit nicht so. Er kann sich an der Ecke links und rechts eine viergeschossige Bebauung vorstellen, um so einen "Torcharakter" entstehen zu lassen.

Unterführung: Die neue Unterführung für Radfahrer und Fußgänger könnte aus einer Mischung von Beton und Klinker gebaut werden, so der Vorschlag. Sie soll so angelegt werden, dass sie wie eine Verlängerung vom Gisbert-Lensing-Park an der Seufzerallee wirkt. Innen kann wie beispielsweise in Geldern mit Lichteffekten gearbeitet werden, so dass ich die Passanten abends dort sicherer fühlen.

Gisbert-Lensing-Park: Der Professor sieht ihn als Teil der Umgestaltung des Unterführungsumfeldes. Der Park wirke derzeit wenig gestaltet, findet er. Deshalb sollte dort das Element Wasser mit aufgenommen werden. "Die Nähe zum Wasser ist ja schließlich vorhanden", meinte er mit Blick auf den Hafen.

Hafen und Rhein: Die Nähe zum Wasser sieht der Professor als Stärke Emmerichs: "Wer sich in der Nähe des Hafens befindet, riecht schon förmlich das Wasser. Aber es gibt zu wenige Achsen, die direkt zum Wasser und dann in Richtung Promenade führen."

Das könne man dann vielleicht im Zuge des Betuwe-Umbaus nachholen.

Quelle: RP
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