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Rees
Bilderreise mit Fernwehgarantie

Rees: Bilderreise mit Fernwehgarantie
War auch in Botswana: Alfred Scholten. FOTO: Scholten
Rees. Alfred Scholten hatte sich schon wieder geirrt. "Ich staune, dass auch diesmal weit mehr Besucher gekommen sind, als mein Vater prophezeit hatte", lächelte Michael Scholten und konnte sich auch beim zweiten Teil seiner Bilderreise über ein volles Bürgerhaus freuen. Und als Scholten die Probe auf Exempel machte und fragte: Wer war denn schon beim ersten Mal da?, reckten sich fast alle Finger in die Höhe. Offenbar war bereits der erste Teil bestens angekommen und so wollten viele die Fortsetzung nicht versäumen. Von Sebastian Latzel

Weltenbummler Michael Scholten nahm die Gäste mit auf eine fast zweistündige Reise in Bildern, Fakten und Anekdoten. Dass die Zeit auch ohne Pause nicht zu lang wurde, zeigt einmal mehr, wie spannend es sein kann, fremde Kulturen hautnah zu erleben. Zu erleben vor allem in einer Sichtweise, die kein Reiseprospekt vermittelt. Quasi als Running Gag zog sich beispielsweise das schlechte Wetter durch den Vortrag.


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Natürlich regnete es dann auch hier. Und auch wenn Michael Scholten viel auf seiner Reise in Erfahrung bringen konnte, ob "Pula" jetzt auch was mit "Pullern" zu tun hat, fand er nicht heraus, berichtete er augenzwinkernd. Amüsant waren auch die Berichte über den Besuch in einem Tempel in Indien, in dem tausende Ratten herumlaufen, weil man eine von ihnen für heilig hält oder der Hinweis, dass in Thailand am Wahltag Alkoholverbot herrscht. "Das wäre doch auch für die Wahl bei uns mal eine gute Idee", meinte der 36-jährige Weltenbummler.

Trotz aller fröhlichen Impressionen blendete er auch die Schattenseiten des jeweiligen Landes nicht aus. Er zeigte die fast gotthafte Verehrung von Ho Chi Min oder die Erinnerungsstätten für die Opfer der Pol Pot-Regimes.

"Fernseh-Junkie" Michael Scholten, der lange Chefreporter bei TV Spielfilm war, konnte sich auch einen Seitenhieb Richtung Marcel Reich-Ranicki nicht verkneifen. In Indien sah er sich nämlich einen dreistündigen Bollywood-Spielfilm an. Verstanden hat Michael Scholten natürlich nichts, aber er war sicher: "Wenn das Reich-Ranicki gesehen hätte, würde er anders über das deutsche Fernsehen denken." Und da Michael Scholten ganz genau weiß, wie die Mechanismen funktionieren, ließ er am Ende des Vortrag bereits erste Bilder der nächsten Etappe seiner Reise über die Leinwand flimmern. Quasi als Appetithäppchen. Wie im Fernsehen eben: Fortsetzung folgt.

Quelle: RP
 
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