| 00.00 Uhr

Kommentar
Billiges Geld kann Bumerang werden

Emmerich. Die wichtigen Dinge in der Kommunalpolitik entscheiden sich gelegentlich ganz geräuschlos und mit großer Mehrheit. Der Grund: Es gibt einfach keine Alternative.

Das war vor wenigen Wochen bei den 12 Millionen Euro so, mit denen die Stadt Emmerich die Eigenkapitalquote ihrer Sparkasse erhöhte, damit diese im großen Verbund der neuen Sparkasse Rhein-Maas aufgehen konnte.

Und das ist jetzt bei den 26 Millionen Euro nicht anders, die die Stadt aufwenden muss, um ihre Gesamtschule fit zu machen für die nächsten Jahrzehnte.

Die Summen sind gewaltig, und nicht wenige fragen sich vermutlich, wie die kleine Stadt das bezahlen will. Die Antwort ist einfach: Derzeit ist Geld billig, Kredite kosten die Stadt so gut wie nichts. Deshalb wird die Stadtkasse auch nicht so stark belastet werden, dass Geld für andere Zwecke nicht mehr vorhanden ist. Zumal der Emmericher Haushalt bald ausgeglichen ist, was in diesen Zeiten nicht jede Stadt von sich behaupten kann.

Aber Millionenverpflichtungen können irgendwann zum Bumerang werden. Dann, wenn die Zinsen wieder steigen oder sogar so hoch sind, dass sie das über viele Jahre gekannte Maß deutlich überschreiten. Es wird nicht mehr die Aufgabe des aktuellen Rates werden, sich mit diesem Problem auseinanderzusetzen. Dennoch wird es Zeit, dass die Diskussion darüber, wie die finanzielle Zukunft der Stadt gemeistert werden soll, beginnt.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Kommentar: Billiges Geld kann Bumerang werden


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.