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Emmerich
Blickfang am Wasser für den Tourismus

Emmerich: Blickfang am Wasser für den Tourismus
So stellt sich Marc Saliger die Häuser am See vor. Jedes Gebäude hat fünf bis sechs Zimmer und vor allem einen direkten Zugang zum Wasser. FOTO: M. Sahliger
Emmerich. Der Architektur-Student Marc Saliger hat sich Gedanken über seine Heimatstadt Emmerich gemacht. Seine Idee ließe sich auch touristisch vermarkten: Häuser am Wasser, die von Niederrhein-Urlaubern genutzt werden könnten. Von Markus Balser

Vor vier Jahren hat es Marc Saliger nach Münster verschlagen. Der gelernte Bauzeichner studiert dort Architektur. Weil er sich aber immer noch mit seiner Heimatstadt verbunden fühlt, hat sich der 27-Jährige dort in seiner Freizeit Gedanken darüber gemacht, wie sich Emmerich architektonisch aufwerten ließe. Seine Idee: Passiv-Häuser, direkt am Wasser gelegen, die sich als Ferienanlage und/oder Privathäuser nutzen lassen könnten.

Für seinen Entwurf hat er sich den Vrasselter Baggersee ausgesucht. Die Kiesarbeiten dort ruhen zwar derzeit, doch ist das Gebiet immer noch eine Abgrabungsfläche. Sollten die Arbeiten einmal beendet sein, könnten dort - oder natürlich auch an einer anderen passenden Stelle - jene Häuser entstehen, die sich Saliger ausgedacht hat.

Student Marc Saliger FOTO: unknown

Seine Idee hätte gerade auch für Emmerich Charme, weil sie sich touristisch nutzen ließe. Denn der Clou der Häuser ist, dass sie über einen Steg direkten Zugang zum Wasser bieten. "Das kann interessant für Angelbegeisterte, Wassersportler oder Urlauber sein, die einfach die Seele baumeln lassen möchten", erklärt der Student.

Er kann sich seine Planung durchaus als Ferienanlage vorstellen, von der aus Urlauber den Niederrhein erkunden. Es könnte eine Art Haupthaus mit Rezeption/Anmeldung geben, vielleicht einen kleinen Kiosk, Bootsverleih und was man sonst in Ferienanlagen findet. Mit anderen Worten: eine Art Campingplatz ohne Zelte und Wohnwagen, dafür aber mit massiven, architektonisch ansprechenden Häusern.

Die angedachten, mindestens zehn Häuser selbst sind durch ihre offene Bauweise ein Blickfang. Sie sind großzügig eingerichtet und besitzen etwa fünf bis sechs Zimmer, verteilt auf 100 bis 120 Quadratmeter Wohnfläche.

Auch das Thema Umwelt hat Marc Saliger berücksichtigt: Der Wärmebedarf der Häuser ist durch die Passivhausbauweise auf ein Minimum reduziert. Und über die direkte Seeanbindung ist es möglich, ihn als Wärme-/Kühlquelle zu nutzen. Im Sommer wird der See mit seinem vier bis zehn Grad warmen Wasser zur Kühlung der Häuser genutzt. Im Winter dagegen wird das etwas kühlere Wasser über eine Wasser-Wärmepumpe zum Heizen der Räume gebraucht. Die Stromversorgung könnte über eines der Windräder oder durch Photovoltaik erfolgen. Saliger: "Die Kleinsiedlung könnte dadurch nicht nur ein attraktiver und besonderer Wohn- oder Ferienort werden, sondern auch aus energetischer Sicht ein Aushängeschild für Emmerich und ein Vorbild für den Niederrhein."

Noch sind die Vorstellungen des Architektur-Studenten reine Planspiele, aber wer weiß? Vielleicht findet der 27-Jährige ja einen Interessenten, mit denen sie sich auch in die Realität umsetzten lassen.

Quelle: RP
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