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Emmerich
"Bolero" zur Geburtstagsfeier

Emmerich. Emmericher Kammerorchester begeht 60-jähriges Bestehen mit einem Konzert am 25. Oktober.

Das Emmericher Kammerorchester wird 60 Jahre alt. Aus diesem Anlass findet am Sonntag , 25. Oktober, um 17 Uhr für alle Freunde der Orchestermusik eine Feierstunde im PAN Kunstforum an der Agnetenstraße statt. Der Eintritt ist frei.

Zwar feiert das Orchester erst den 60. Gebutrstag, doch die Wurzeln reichen bis ins 18. Jahrhundert. Damals, wie auch heute noch, spielten Musik-Liebhaber in einem Ensemble mit dem Namen ' collegium musicum'. Dieses gab im Jahre 1763 anlässlich des Frieden von Hubertusburg ein großes Festkonzert.

Der eigentliche Zusammenschluss zum Emmericher Orchester fand im Jahre 1955, am 21.März im Restaurant Klostergarten statt. Damals nannte man sich noch "Orchestergemeinschaft Emmerich". Als 1964 Hans Maria Wellen die Leitung übernahm, wurde der Name in "Emmericher Kammerorchester" geändert.

Unter Wellen entwickelte sich das Orchester zu einem enormen Klangkörper mit für Laien beachtlichem Niveau. So wurden glänzende sinfonische und wirkliche kammermusikalische Werke vom Frühbarock bis zur Moderne aufgeführt. Wellen selbst widmete dem Orchester einige Werke.

Daneben fand das Orchester aber auch seinen Platz im kirchenmusikalischen Bereich. Zu den Traditionen zählt hier das Weihnachtskonzert in der Speelberger Liebfauenkirche am Heiligabend. Nach Wellens Tod im Jahre 1992 übernahm sein Sohn Johannes Wellen die Leitung.

Heute besteht das Orchester aus 13 festen Musikern, wobei neben den Streichinstrumenten auch ein vollständiger Holzbläsersatz zur Verfügung steht. Dabei kommen die Musiker aus den benachbarten Niederlanden, Russland und natürlich Deutschland. Zu besonderen Auftritten wird das Orchester immer wieder mit Gastspielern verstärkt.

So auch am 25. Oktober wenn das EKO mit verschiedenen Werken aus drei Epochen die Feierstunde gestaltet. Es erklingt zunächst eine bearbeitete und gekürzte Suite von Georg Friedrich Händel, die" Rinaldo- Suite." Aus Wolfgang Amadeus Mozarts Opernschaffen spielt das Orchester eine bearbeitete Fassung der Ouverture zu " La Nozze di Figaro". Des Weiteren werden zwei romantische Tänze musiziert:: der " ungarische Tanz " Nr.5 von Johannes Brahms und der berühmte "slawonische Tanz "Nr. 1 von Antonin Dvorak, die Dirigent Johannes Wellen ebenfalls auf die Möglichkeiten des Klangkörpers zugeschnitten hat. Den Höhepunkt dürfte allerdings eine bearbeitete, leicht gekürzte Fassung des bekannten "Bolero" von Maurice Ravel sein.

So freuen sich die Musiker auf die bevorstehende Feierstunde und hoffen auf viele Zuhörer.

Quelle: RP
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