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Brüssel ist vorbei, jetzt ruft der Kreis

Emmerich. Einer, der von den Bürgern nach Berlin geschickt werden möchte, muss seine Hausaufgaben insbesondere in der Heimat machen. Nur wer weiß, was die Themen in Geldern, Rees oder Kleve sind, scheint den Menschen hierzulande ein nützlicher Botschafter in der Bundeshauptstadt. Da hat es der 38-Jährige, der jahrelang weit weg vom Niederrhein lebte, nicht leicht. Er muss jetzt in kürzester Zeit nachholen, was Barbara Hendricks seit Jahrzehnten vorführt: vor Ort sein, sich auskennen.

Die berufliche Entwicklung des Gochers kann sich fraglos sehen lassen. Doch der gute Klang der Position "Handelsattaché" hilft nun kaum mehr. Seine Kenntnisse und Erfahrungen kann Rouenhoff sicher einbringen, wenn er erst einmal das Mandat sicher hat. Aber bis dahin heißt es Klinken putzen, in unzähligen Begegnungen Menschen von sich überzeugen und möglichst keine Gruppierung vor den Kopf stoßen.

Mit 38 Jahren ist der Gocher jung genug, um den richtigen Ton zu treffen, wenn es darum geht, die Gestalter von morgen anzusprechen. Dazu wird er nicht nur moderne Medien nutzen, sondern - unterstützt von den Landtagsabgeordneten und den Akteuren vor Ort - überall mitmischen müssen, wo Wähler ansprechbar sind. So lange der Zuspruch zu Kanzlerin Merkel groß bleibt wird Rouenhoff auch bei den Erststimmen profitieren. Aber er muss um jedes Kreuzchen kämpfen, entschieden ist über seine Zukunft noch nicht.

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Quelle: RP
 
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