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Kommentar
Buchstaben-Brüder

Emmerich. Bislang galt die Emmericher Baugenossenschaft immer als eine segensreiche Einrichtung für Emmerich. Was sie anpackte, gelang in der Regel zur allgemeinen Zufriedenheit.

Umso erstaunlicher ist das Verhalten der Baugenossenschaft in der Sache Neumarkt. 19 Quadratmeter braucht Investor Josef Schoofs von ihr, um seine bisherigen Planungen umzusetzen. 25 Bedingungen hat die EBG daran geknüpft. Scherzhaft könnte man sagen, dass das 1,3 Forderungen pro Quadratmeter sind.

Natürlich ist es legitim für ein Unternehmen, das sich um den Bau von günstigem Mietraum kümmert, diesen auch in seinem Wert zu erhalten. Und richtig ist, dass die Baugenossenschaft nicht rechtzeitig von Josef Schoofs über die konkreten Auswirkungen seiner Planungen auf die angrenzenden EBG-Wohnungen informiert worden ist.

Dennoch: Die Linie der Baugenossenschaft stößt mittlerweile auf Unverständnis in der Emmericher Kommunalpolitik. Sie gefährdet das Projekt zwar nicht, aber sie hat es in dieser Woche ein weiteres Mal verzögert. Weil Schoofs und Stadt nicht alle 25 Punkte erfüllt haben....

Jetzt will die Verwaltung noch mal mit ihr reden und schlichten. Dabei könnte man doch auch umgekehrt mal fragen: Wie kann die Baugenossenschaft eigentlich der Stadt Emmerich helfen, damit dieses wichtige Projekt weitergeht? Das alles erinnert ein wenig an die Bürgergemeinschaft Emmerich (BGE), die jahrelang trotzig eine politische Front gegen Schoofs aufbaute.

Möglicherweise wissen es die Verantwortlichen der EBG nicht, doch längst werden sie hinter vorgehaltener Hand im Rathaus sogar mit der BGE in Verbindung gebracht. Und das nicht nur, weil man dafür einfach nur die Buchstaben vertauschen muss.

Quelle: RP
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