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Rees
Bücher für den Deutschunterricht

Rees: Bücher für den Deutschunterricht
Uta Becker (stehend, l.) und Gisela Behrendt (stehend, 2.v.l.) freuen sich gemeinsam mit Teilnehmern ihres Deutschkurses für Asylbewerber über die Spende von Unterrichtsmaterial durch den Rotary-Club, vertreten durch Verena Birnbacher (stehend, 3.v.r.) und Janka Groetschel (stehend, 2.v.r). FOTO: DIANA ROOS
Rees. Die "Praxisbücher" sind gedacht für den privat organisierten Deutschunterricht der Initiative "Deutsch lernen in Rees". An diesem Angebot nehmen derzeit mehr als 100 Flüchtlinge teil, die meisten kommen aus Syrien.

Motiviert sind sie alle. Und sprechen schon richtig gut Deutsch, weil sie wohl auch in ihren Unterkünften fleißig üben. "Dafür, dass sie erst dreimal am Unterricht hier teilgenommen haben", sagt Gisela Behrendt. Sie ist sozusagen Ideengeberin für den privat initiierten Deutsch-Unterricht für Flüchtlinge. Und der bekam jetzt dringend benötigtes Unterrichtsmaterial vom Rotary-Club Emmerich-Rees gespendet.

"Bislang mussten wir eigentlich mehr improvisieren und Lernmaterial kopieren", erzählt Uta Becker, die wie Gisela Behrendt zum zehnköpfigen Lehrer-Team der Initiative "Deutsch lernen in Rees" gehört. Das geht jetzt wesentlich effizienter. Denn die Lernhefte des "Thannhauser Modells" seien für den Unterricht im Jobcenter an der Empeler Straße 84, wo die zehn Gruppen zur Zeit Deutsch lernen, sehr hilfreich, sagt Gisela Behrendt. Weil es ein echtes Praxisbuch sei, mit vielen Bildern, und sowohl mit englischen als auch arabischen Texten.

"Das ist eine riesige Hilfe", freut sich Gisela Behrendt über die Spende, die sie von der Rotary-Präsidentin Janka Groetschel und Verena Birnbacher entgegennahm. 170 Exemplare, dazu Lernbild-Karten, alles zusammen im Wert von 2000 Euro, können jetzt gleich in die Unterrichtsstunde einfließen. Auch die Syrer und Palästinenser, die in diesem Deutschkurs sitzen, bedankten sich schon in deutsch. "Das hier sind alles Akademiker", erklärt Behrendt die rasanten Sprach-Fortschritte. Rechtsanwalt, Bauingenieur, Foto-Journalistin, mit dem 27-jährigen Xanzan Bahlawan ein Facharzt für Neurologie aus Aleppo und zahlreiche Ökonomen: "Die lernen alles sehr schnell", sagt die Pädagogin. "Meine Gruppe mit Bauarbeitern und Baggerfahrern, die alle keine Englisch-Kenntnisse haben, braucht da schon etwas länger", sagt Uta Becker.

Weitere Unterstützung, speziell Geld, kann die Initiative "Deutsch lernen in Rees" gut gebrauchen, damit weiteres Unterrichtsmaterial angeschafft werden kann. "Montags, dienstags und mittwochs bin ich ab 15 Uhr hier im Jobcenter", erklärt Gisela Behrendt. Kontaktaufnahme sei zudem über ihre Facebook-Seite möglich.

Behrendt nahm übrigens dankend ein Angebot der Lebenshilfe-Geschäftsführerin Verena Birnbacher an. Weil der Platz in den Büros immer beengter wird, gerade weil immer mehr Syrer seit dem Jahresbeginn dazukommen, könnte die Initiative nachmittags auf die Räume der benachbarten Kindertagesstätte "Hand in Hand" ausweichen. Da könnten außerdem die Kinder der Flüchtlinge, die Deutsch lernen, zeitgleich zu den Kursen gut betreut werden, bot Verena Birnbacher ihnen an.

(rey)
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