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Kommentar
Bürgerforum Innenstadt: Ein Mutmacher zum Auftakt

Emmerich. Die erste Veranstaltung der Bürgerbeteiligung für die Innenstadt ist gut angekommen. Die eingebrachten Ideen dürfen allerdings nicht im Sande verlaufen.

Nicht meckern, sondern mitmachen - das wollten jetzt die gut 100 Emmericher, die am Donnerstagabend den Weg ins PAN fanden, um über die Zukunft ihrer Innenstadt zu diskutieren und sich mit Vorschlägen einzubringen. Eine gute Bilanz für den Auftakt des Bürgerforums, das Bestandteil eines Projektes mit dem sperrigen Namen Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) ist.

Die transparante Diskussionsrunde, die mit Thementischen zum Debattieren aufforderte, kam schon einmal gut an - ein Mutmacher für den Anfang war das auf jeden Fall.

Dass die Emmericher City aufgewertet werden muss, steht außer Frage. Das leidige Thema der Leerstände kann nur dann vernünftig gelöst werden, wenn auch das Drumherum stimmt. Dabei hängt das eine mit dem anderen zusammen. Und so geht es nicht nur um Optik und Infrastruktur, sondern auch um gesellschaftliche Themen. Zum Beispiel: Was ließe sich in der Stadt mehr für die Jugend oder Senioren tun? Genau diese Fragen sollen jetzt geklärt werden.

Wie ihre Stadt zum Wohlfühlort werden könnte, da hatten die Emmericher am Donnerstag schon einige ganz gute Ideen parat: mehr Grün, mehr Parkplätze, ein Angebot für Jugendliche am Nonnenplatz, bessere Möglichkeiten für Fahrradfahrer. Hört sich gut an.

Dass nicht alles machbar ist, ist natürlich ebenfalls klar, es geht ja auch ums Geld. Und das muss die Stadt derzeit mal wieder zusammenhalten. Sie ist zudem auch auf das Land angewiesen, das die Projekte fördern soll.

Fatal wäre es allerdings, wenn am Ende des mehrstufigen Verfahren des ISEK, an dem auch die Politik in Emmerich und dann das Land beteiligt ist, kaum einer der Vorschläge der Bürger Berücksichtigung fände. Viele Emmericher haben die Nase voll von Projekten, die im Sande verlaufen oder Jahr(zehnt)e bis zur Umsetzung brauchen. Und wer sich schon die Mühe macht, sich mit Vorschlägen einzubringen, möchte natürlich auch ein Ergebnis sehen.

Wie das ausfällt? Ende des Jahres wissen wir vielleicht schon ein bischen mehr.

markus.balser@rheinische-post.de

Quelle: RP
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