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Rees
Bürokratie verzögert Brückenbeleuchtung

Rees. Die geplante Illumination der Reeser Rheinbrücke bleibt das vorrangige Ziel des Verkehrs- und Verschönerungsvereins. Von Michael Scholten

"Mittlerweile wage ich nicht mehr, einen zeitlichen Horizont vorzugeben", sagte Bernd Hübner, Vorsitzender des Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV), bei der Jahreshauptversammlung im Rheincafé Rösen zu der geplanten Beleuchtung der Reeser Rheinbrücke. Dennoch strebe der Verein dies nach wie vor an.

Ursprünglich sollte die Brücke schon zu Weihnachten 2015 von zwölf LED-Lampen angestrahlt werden. Die Finanzierung der 40.000 Euro teuren Beleuchtung ist nicht das Problem. Der VVV verfügt aktuell über Rücklagen von fast 50.000 Euro, die Stadt Rees ist bereit, sich an den Stromkosten zu beteiligen. Doch "bürokratische Hemmnisse" verzögern das Projekt.

Derzeit verhandelt die Stadt mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt und Straßen NRW. "Ich bleibe optimistisch, dass wir nicht mehr allzu lang warten müssen", sagte Hübner. Sobald die Firma Horlemann mit der Installation der Lampen beginnen darf, steht noch die nächtliche Probefahrt mit einem Boot vom Wasser- und Schifffahrtsamt aus.

Schneller gehen die Arbeiten am Trafoturm in Grietherbusch voran. Den vom RWE übernommenen Turm betreibt der VVV ab Frühsommer zusammen mit den Heimatfreunden Bienen-Grietherbusch-Grietherort. Das Naturschutzzentrum Bienen hat bereits Nistkästen angebracht, die Volksbank Emmerich-Rees stiftet Sitzbänke, der Konzern RWE steuert eine E-Bike-Ladestation bei. Das Areal um den Turm, der einen neuen Anstrich erhält, wird gepflastert und soll Fahrradfahrer zum Verweilen einladen.

Der VVV hat mehrere Orte ins Auge gefasst, die beleuchtet werden könnten: die Trauerweide am Mühlenturm, der weiße Rees-Schriftzug an der Rheinufer-Mauer sowie die Fußwege am Rondell und über den Kasematten am Ehrenfriedhof. Zudem könnte auf dem Mühlenturm eine Rees-Fahne wehen. Weitere Ideen sind eine Sonnenuhr am Froschteich und eine bessere Beleuchtung des Marktplatzes.

VVV-Mitglied Otto Baumann regte an, in Absprache mit der katholischen Kirche den Kirchplatz durch Sitz- und Spielmöglichkeiten aufzuwerten. Zudem bat er um Vorschläge, wie die Saatkrähen aus der Reeser City auf die andere Rheinseite vertrieben werden können.

Bei den Vorstandswahlen wurde Bernd Hübner für weitere zwei Jahre als Vorsitzender bestätigt. Seine Stellvertreter bleiben Michael Kemkes und Gerhard Bündgens, auch Schriftführer Ralf van Bruck und Kassierer Stefan Belting setzen ihre Ämter fort. René Schenk und Lutz Möllmann bleiben Beisitzer, zu ihnen stößt Thomas Haas, der auf Andreas Mai folgt. Dem erweiterten Vorstand gehören die Beisitzer Holger Friedrich, Michael Hommen, Heinz Wellmann und Michael Roos an.

Die höchsten Einnahmen erzielte der VVV im Jahr 2015 aus den Beiträgen der derzeit 359 Mitglieder (5618 Euro) sowie aus den Erlösen des Kirmes-Bierstands (8668 Euro) und des Kalenders (3657 Euro). Ausgaben erfolgten für die Karl-Leisner-Gedenktafel am Ort seines Geburtshauses in der Florastraße (3745 Euro), für den Wifi-Hotspot am Markt (1413 Euro), für Blumenschmuck auf der Rheinpromenade (1073 Euro) und für die Weihnachtsbeleuchtung der Innenstadt (300 Euro). Christel Lechners aktuelle Ausstellung "Alltagsmenschen" förderte der VVV mit 2500 Euro.

Quelle: RP
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