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Emmerich
Bundeswehr-Bigband gratuliert musikalisch

Emmerich. Zum 110. Geburtstag des Musikvereins Elten spielten die Armee-Musiker im Emmericher Stadttheater. Von Monika Hartjes

110 Jahre wird der Musikverein Elten alt. Anlässlich dieses Jubiläums spielte im Stadttheater die Bigband der Bundeswehr. Horst Derksen begrüßte die Zuhörer im ausverkauften Saal. "Wir sind stolz, dass wir die Bigband nach elf Jahren wieder nach Emmerich holen konnten, obwohl das Stadttheater eigentlich zu klein ist und sie erst so ab 700 Plätzen auftritt", sagte er. "Aber die hatten wohl gute Erinnerungen an das letzte Mal. Bühne frei für eine der besten Bigbands der Welt!"

Und so erlebten die Zuhörer einen unterhaltsamen Abend mit Musik auf allerhöchstem Niveau. Dabei gab es beim Aufbau im Vorfeld Probleme: "Wir sind stromtechnisch sehr gut ausgestattet, stießen aber trotzdem an unsere Grenzen. Uns fehlten 32 Ampere", erklärte Kulturchef Michael Rozendaal. LED-Wand, die Licht- und Tontechnik - jeder Musiker hatte ein eigenes Mikrophon - brauchten Strom. Mit Hilfe der Stadtwerke, die kurzfristig zusätzliche Leitungen legte, wurde das Problem gelöst. Und so stand dem Hörgenuss mit "Swing, Rock und Pop, toller Musik, erstklassigen Solisten und einer gut aufgelegten Bigband", wie Bandleader Oberstleutnant Timor Oliver Chadik ankündigte, nichts im Wege.

24 Musiker, jeder ein brillanter Könner auf seinem Instrument, sorgten für einen kurzweiligen Abend. Sie spielten unter anderem "The Birth of a band" von Quincy Jones und erinnerten mit Songs wie "Satin doll" und "The Mooche" von Duke Ellington, herausragende Größe des Jazz von den 20ern bis zu den 60ern, an die "Goldene Zeit des Swings". Sänger Marco Matias intonierte verschiedene Stücke von Michael Bublé, unter anderem "I wonna go home" und eine Swing-Version vom Beatle-Song "Can't buy my love", während die beiden Sängerinnen Jemma Endersby und Susan Albers die Titelmusik "Skyfall"aus einem James-Bond-Film und "Let it go" - Titelmelodie aus "Frozen" - gekonnt zum Besten gaben.

Auf den Broadway entführte die Ballade "Send in the clowns" mit einer besonderen Interpretation, wobei die Klarinette als Soloinstrument im Mittelpunkt stand, mit einem "Groove-Part" als Zwischenspiel. Jubelnder Applaus und "Bravo-Rufe" kamen aus dem Publikum, in dem unter anderem Bürgermeister Peter Hinze und viele Hobbymusiker so wie Karl-Heinz Reichel, der Trompeter in der Band "Sunset" ist, begeisterte Zuhörer waren.

Grandios begann der zweite Teil nach der Pause mit Aaron Coplands "A Fanfare for the Common Man", dabei standen einige Trompeter im Publikum. "Gänsehaut pur", meinte eine Zuhörerin. Beim Samba, wobei der Pianist sich auch als erstklassiger Akkordeonspieler bewies, klatschten die Zuschauer mit, bevor Jemma Endersby für verschiedene Amy-Winehouse-Songs und Susan Albers für ihre Whitney-Houston-Interpretationen von "Step by Step" und "One moment in time" stehenden Applaus bekamen.

Lautes Bedauern kam auf, als mit Frank Sinatras "My way" das letzte Stück angekündigt wurde. Doch die Zugabe-Rufe wurden erhört "Das bedeutet für uns zwar eine Arbeitsverlängerung, aber das machen wir gerne für Sie ", sagte gut gelaunt Dirigent Chadik. Bei "Purple rain" machte das ganze Publikum mit. "Super, da ist echte Qualität unterwegs", zeigte sich auch Bürgermeister Hinze begeistert.

Quelle: RP
 
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