| 19.59 Uhr

Rees
Christoph Gerwers gewinnt deutlich

Christoph Gerwers bleibt Bürgermeister von Rees
Christoph Gerwers bleibt der Stadtspitze erhalten. FOTO: archiv
Rees. Christoph Gerwers bleibt Bürgermeister von Rees. SPD-Mann Karl van Uem musste sich mit 33 Prozent deutlich geschlagen geben. CDU-Politiker Gerwers kam auf 66,62 Prozent. Von Michael Scholten

Christoph Gerwers bleibt Reeser Bürgermeister. Mit 65,4 Prozent der gültigen Stimmen setzte sich der CDU-Kandidat gegen seinen einzigen Herausforderer Karl van Uem durch. Der SPD-Kandidat erhielt 34,6 Prozent der Stimmen und errang nur in einem einzigen Wahlkreis eine hauchdünne Führung. Die Wahlbeteiligung in Rees lag bei 44,2 Prozent, bei der letzten Bürgermeisterwahl im Jahr 2009 waren es noch 52,3 Prozent.

Während Amtsinhaber Gerwers in den Ortsteilen und Außenbezirken Mehrheiten von bis zu 77 Prozent erzielte, fiel das Ergebnis in den innerstädtischen Wahlkreisen knapper aus. "Die Reeser Bezirke waren schon immer hart umkämpft", sagte Gerwers. "Ich werte es als Vertrauen, dass ich bis auf eine Ausnahme alle Wahlkreise gewinnen konnte." Er sei "total glücklich" angesichts der Wiederwahl. Den zurückliegenden Wahlkampf bezeichnete er als "absolut fair und sachlich – Karl van Uem und ich können uns auch nach der Wahl noch gut in die Augen schauen."

Auch der SPD-Herausforderer sprach von einem "ehrlichen und offenen Wahlkampf". Er sei nicht der Typ, um gegen den Amtsinhaber zu wettern. "Er hat aber in den letzten Wochen gemerkt, dass es eng werden könnte. Er war nicht mehr so entspannt wie sonst", sagte van Uem. "Ich habe ihn gekitzelt, aber nicht genug geärgert."

Seine Wahlniederlage führte Karl van Uem vor allem auf die geringe Wahlbeteiligung zurück. "Die CDU kann sich auf ihre Stammwähler verlassen, die erst in die Kirche und dann ins Wahllokal gehen – ich hatte gehofft, mehr von unseren potenziellen Wählern motivieren zu können." Karl van Uem gratulierte Gerwers und wünschte ihm "weiterhin ein gutes Händchen für Rees, weil mir die Stadt am Herzen liegt."

Grünen-Chef Helmut Wesser wertete sowohl die Reeser Bürgermeisterwahl als auch die Kreis Klever Landratswahl als "Rennen der Zirkuspferde". Bei dieser Personenwahl hätten auch viele Wähler, die sonst andere Parteien unterstützten, ihre Stimme "in die Schale der CDU geworfen". Dass die Grünen keinen eigenen Reeser Bürgermeisterkandidaten aufgestellt haben, führt Wesser auf einen einfachen Grund zurück: "Wir haben keinen." Wesser wünscht Gerwers für dessen neue Amtszeit, dass er sich "stärker als demokratischer Parlamentarier sieht und nicht als starker Bürgermeister profilieren will, der Entscheidungen im Alleingang trifft." Das gute Abschneiden van Uems in den innerstädtischen Wahlbezirken wertet Wesser als "Quittung" für die Neugestaltung der Pumpe oder Gerwers Entscheidung gegen eine Auto-Unterführung in Empel. Kritisch beurteilte auch der FDP-Fraktionsvorsitzende Heinz Schneider den Wahlausgang: "Das Ergebnis hätte enger ausfallen dürfen. 

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