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Rees
Chronik zum Halderner Schützenwesen

Rees: Chronik zum Halderner Schützenwesen
Brudermeister Manfred Daleske (vorn links) und Tom Mrosek (vorn rechts) halten die neue Chronik in Händen, in zweiter Reihe freuen sich Volker Pfützenreuter, Johannes Erlebach, Helmut Schaffeld, Daniel Köster, Benedikt Brömling und Helmut Boshuven. FOTO: Markus van Offern
Rees. Die 25 Jahre alte Dokumentation wurde jetzt von der St.-Josef-Bruderschaft ausgiebig erweitert. Zeitzeugen, Sammler, Schützen und Fotografen halfen dabei. Das Buch über 425 Jahre Schützegeschichte wird ab dem 18. März verkauft. Von Michael Scholten

Quadratisch, historisch, gut: 21 mal 21 Zentimeter misst das neue Buch, in dem die St.-Josef- Schützenbruderschaft Haldern auf 425 Jahre Schützenwesen im Lindendorf zurückblickt. Brudermeister Manfred Daleske präsentierte die 192 Seiten starke Chronik vor illustrem Publikum in der Haldern Pop Bar: An den Tischen saßen zahlreiche ehemalige Schützenkönige der Bruderschaft, weil im Anschluss an die Buchvorstellung die Reihenfolge des Kaiserschießens beim Jubiläumsschützenfest am 7. Juli ausgelost wurde.

Bereits zum 400-jährigen Bestehen des Halderner Schützenwesens war ein Buch erschienen. Dieses hat der Vorstand nun mit Hilfe vieler Zeitzeugen, Schützen, Sammler und Fotografen ausgiebig erweitert, Stefan Reichmann und sein Team übernahmen Layout und Druck. Dank der Sponsoren kann das Buch, das in einer Auflage von 750 Stück erschienen ist, zum Preis von 10 Euro angeboten werden. Der nächste Verkaufstermin ist die Mitgliederversammlung am Sonntag, 18. März, ab 10 Uhr im Saal Tepferdt, einen Tag später nehmen auch das Halderner Lädchen und der Pop Shop neben der Haldern Pop Bar die Chronik in ihr Angebot auf.

Daniel Köster, Benedikt Brömling und Johannes Erlebach gingen in der Haldern Pop Bar auf die Entstehungsgeschichte und den Aufbau des neuen Buches ein. Es widmet sich zunächst der allgemeinen Geschichte des Schützenwesens im Mittelalter, bevor es einen detailreichen Blick auf die Halderner Anfänge im Jahr 1593 wirft. Die ältesten Aufzeichnungen reichen bis 1864 zurück, die Autoren werteten auch alte Protokollbücher aus, die eine neue Heimat im Reeser Stadtarchiv gefunden haben.

Die heutige Bruderschaft wurde nach dem Zweiten Weltkrieg, im Jahr 1947 gegründet. Im Buch kommen viele Zeitzeugen zu Wort, darunter Theo Otten und der zweifache König Leo Fischer, der 1948 und 1978 die Schützen anführte. So kamen viele Anekdoten zusammen, zum Beispiel jene von 1970, als der Holzvogel vermeintlich gestohlen worden war. Das Buch listet alle Könige und - soweit bekannt - auch die Namen der Königinnen und Vizekönige auf, konzentriert sich bei den Texten und der Fotoauswahl aber nicht allein auf die Majestäten, sondern auf die Besonderheiten der einzelnen Jahrzehnte und Schützenzüge. 172 Abbildungen machen die Chronik besonders sehenswert. Gleich 1700 verschiedene Motive standen zur Auswahl, viele davon aus den privaten Archiven von Harry Schulz und Ewald Kersten sowie aus dem evangelischen Kirchenarchiv. Die aktuellen Bilder aller Züge entanden an einem Sonntagmorgen beim Schützenfest im Sommer 2017. Das Buch bietet außerdem Statistiken und Schaubilder, aus denen hervorgeht, dass die derzeit 755 Mitglieder umfassende Bruderschaft - im Gegensatz zu anderen Vereinen - keinerlei Nachwuchsprobleme hat.

Quelle: RP
 
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