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Emmerich
Container: Friedensdorf sorgt sich

Emmerich. Wenn Bürger in Emmerich das Friedensdorf in Dinslaken mit aussortierter, aber gut erhaltener Kleidung unterstützen wollen, können sie bisher die in ihrer Heimatstadt aufgestellten Altkleidercontainer benutzen. Zukünftig könnte das schwierig oder gar unmöglich werden, denn die Stadtverwaltung hat das Friedensdorf aufgefordert, die Container abzuziehen.

Der Grund: Die Kommunen - Emmerich, aber auch andere Städte - bringen sich immer stärker in die Altkleiderwirtschaft ein und schließen Kooperationsverträge nur noch mit ortsansässigen Verbänden. Dazu gehört das Friedensdorf in Emmerich nicht, auch wenn die Stadt am Rhein kein "weißer Fleck" auf der Friedensdorf-Landkarte ist. Regelmäßig werden im St. Willibrord-Spital Kinder des Friedensdorfes aus Kriegs- und Krisengebieten operiert, seit fast 20 Jahren konnten Bürger die Altkleidercontainer nutzen. Auch Spendengelder kommen aus der Hansestadt.

Von ursprünglich 64 Stellflächen für Friedensdorf-Altkleidercontainer in der Region sind inzwischen noch 16 geblieben, weil die Kommunen andernorts genauso entschieden haben wie Emmerich es beabsichtigt.

Sollten die Container in Emmerich tatsächlich wegfallen, bedeutet das wieder rund eine Tonne weniger Altkleider pro Woche. Für das Friedensdorf eine harte Entscheidung. Nicht nur fehlt die Kleidung für die Ausstattung der Kinder in der Oberhausener Heimeinrichtung. Auch die Partnerländer des Friedensdorfes werden bisher regelmäßig mit Kleiderspenden bedacht.

Zudem hängen auch Arbeitsplätze im Friedensdorf von den gespendeten Textilien ab.

Deswegen hofft man im Friedensdorf, dass bezogen auf die Situation in Emmerich noch nicht das letzte Wort gesprochen ist.

Eine letzte Option wären private Stellflächen. Sollte in dieser Hinsicht jemand Bereitschaft signalisieren wollen, freut man sich im Friedensdorf über einen Anruf: 02064 49740.

Quelle: RP
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