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Emmerich
"Das Boot": Hardy Krüger jr. mit spannendem Schauspiel im Theater

Emmerich. Beklemmende Spannung im Stadttheater. Auf der Bühne ein U-Boot, die U 96, die wie eine aufgerissene Sardinenbüchse anmutet: Kojen, Offiziersmesse, Funkstation, Kommandostand und ein WC für alle. Und wie Sardinen in der Konservendose hockt die Besatzung eng beieinander. Alle sitzen buchstäblich in einem Boot: Erfahrene Matrosen und blutjunge "Rotznasen". Sie teilen im Atlantik 1941 Ängste, Freuden, Stress, Derbheiten und Langeweile. Es ist höllisch heiß und riecht nach Dieselöl und Angstschweiß. Und mittendrin: Hardy Krüger jr. als "der Alte", als Kommandant Kaleu, der mit dem Fernglas Ausschau nach feindlichen Zerstörern hält.

Eine Paraderolle für Jürgen Prochow in der Verfilmung von Wolfgang Petersen (1981) und eine Herausforderung für Krüger jr., der sie wie die ganze Crew eindrücklich meisterte.

Krüger, der schon zweimal in Emmerich aufgetreten war (mit "Besuch bei Mr. Green" und mit "Schmetterlinge sind frei") reist im eigenen Wohnmobil. Er postete via Facebook, seit Start der Tournee Anfang November 6300 Kilometer zurückgelegt zu haben. Emmerich war Gastspiel Nummer 24.

Im Gespräch bezeichnete der Schauspieler "Das Boot" als große Herausforderung: "Da man heute die interessanten Rollen auf der Bühne findet, habe ich nicht lange überlegen müssen, als das Angebot kam. Kommandant Kaleu war ein Held, mit dem ich groß geworden bin. Den zu spielen war schon immer ein großer Traum. Zunächst habe ich über Wasser in ,Gegen den Wind' den Surfer gespielt, nun spiele ich unter Wasser den verlässlichen Kommandanten der U 96. Ohne Wasser und Hydraulik, das geht ja auf der Bühne nicht. Aber wir versuchen es so zu machen, dass es trotzdem glaubwürdig ist."

Schade nur, dass im Emmericher Stadttheater gut 100 Plätze frei blieben. Das Stück hätte mehr Publikum verdient gehabt.

(nk)
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