| 14.22 Uhr

Emmerich
Das große Reinemachen

Emmerich. In Vrasselt, Praest und Hüthum sammelten am Samstag zahlreiche Bürger den Müll auf, den andere achtlos in die Landschaft werfen. Die Aktionen waren von den Heimat- und Verschönerungsvereinen ins Leben gerufen worden.

VRASSELT/PRAEST/HÜTHUM (moha/dogu/lari) Die Erbsensuppe, die am Mittag in der Gaststätte "Slütter" serviert wurde, hatten sich die fleißigen Helfer aus Vrasselt redlich verdient. Fast drei Stunden lang waren sie am Samstag unterwegs gewesen, um den Unrat und Müll, den andere achtlos auf die Straßen und ins Gebüsch geworfen hatten, einzusammeln und zu entsorgen.

Rund 30 Personen, darunter zehn Kinder, beteiligten sich an dem jährlichen "Frühjahrsputz", zu dem der Verschönerungsverein Vrasselt eingeladen hatte. Willi Menting und Josef Vervoorst hatten einen Anhänger hinter ihrem Pkw, den die anderen mit Müll füllten, Paul Flögel und Torsten Welmans zogen Anhänger mit ihren Oldtimertreckern.

Insgesamt sei es sauberer geworden, freute sich Jörg Labod, Vorsitzender des Verschönerungsvereins. Doch jedes Jahr finde man Tüten mit Kleinmüll und gebrauchten Windeln – eine Zumutung. "Wir haben halbe Schränke, Farbeimer, Autoteile und Bauschutt in der Hetter gefunden", erzählten Christoph Derksen und Klaus Manthey. Und Familie Hoffmann war regelrecht erschrocken über einige Funde. Unter anderen war auch ein Rauschgiftbesteck dabei.

Mit kleinen Treckern, grünen Tonnen und vielen Zangen zogen die Freiwilligen am Samstag auch durch Praest, eingeladen vom dortigen Heimat- und Verschönerungsverein. "Wir schreiben jedes Jahr alle Vereine in Praest an, und die schicken dann jeweils zwei oder drei Mitglieder", so Vorsitzender Jochen Laqua. In diesem Jahr gab es acht Teams mit insgesamt etwa 25 Helfern. und die fanden auch in Praest allerhand Müll am Wegesrand. "Besonders in den Neubaugebieten werden unbebaute Grundstücke gerne als Müllhalden genutzt. Das ist natürlich sehr ärgerlich", sagte Laqua.

Zum siebten Mal seit 2004 hatte auch der Heimatverein Hüthum-Borghees seine Säuberungs- und Aufräumaktion gestartet. 54 Teilnehmer waren dabei. Nach drei Stunden sah der Ortsteil vor allem wieder an jenen Stellen sauber aus, die nicht so sehr ins Blickfeld der Bürger fallen. In Gebüschen oder auf Felder wurde viel Müll gefunden. 80 Säcke wurden schließlich auf einen großen Anhänger verladen. und auch in Hüthum staunte man über manchen Fund nicht schlecht: "Ich habe einige Kilo verpacktes Grillfleisch gefunden", so Markus Holtkamp von den St. Georg-Schützen. Zehn Schützen waren mit Trecker und Anhänger dabei. Dazu gesellten sich auch Mitglieder der politischen Parteien, der KAB, des Motorradclub und des Löschzugs Hüthum-Borghees.

Quelle: RP
 
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