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Rp-Serie Es Stand In Der Zeitung
Das Jugendparlament am Ende

Rp-Serie Es Stand In Der Zeitung: Das Jugendparlament am Ende
2006: Schrecklicher Unfall: Unter diesen Zug geriet der Arbeiter. FOTO: Markus van Offern
Emmerich. Über was wurde vor zehn, 15 und 20 Jahren berichtet? Die RP hat einmal nachgeschlagen und ist dabei auf manch interessante Geschichte gestoßen. Von Christian Hagemann

3. August 2006: Die Zeitung von diesem Tag erinnert uns heute daran, dass es vor zehn Jahren in Emmerich noch ein Jugendparlament gab. Dieses organisierte um diese Zeit herum einen Skater-Cup am Kapaunenberg. Allerdings war das Gremium dann wenige Woche später am Ende. Nach vier Jahren Bestand fanden sich zu wenige Jugendliche, die mitarbeiten wollten. Die Junge Union versuchte die Sache noch irgendwie zu retten, was nicht ganz uneigennützig erschien. Doch auch das scheiterte.

Schlimmes zu vermelden gab es aus Haldern. Ein 52-jähriger Arbeiter war unter einem Reparaturzug geraten und sehr schwer verletzt worden. Das tonnenschwere Gerät trennte ihm die Füße ab. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn in eine Spezialklinik.

FOTO: van Offern Markus

Am selben Tag stand ein Interview mit Diplom-Sportlehrer Patrick Prehn im Lokalteil. Der Praester sprach über Nordic Walking, die richtigen Stöcke und die passende Kleidung zum Trend. Wir erinnern uns: Vor zehn Jahren gab es einen Riesenrummel um diese neue Sportart.

3. August 2001: "Lehrersituation an der Hauptschule prekär", titelte die RP vor 15 Jahren. Vor Beginn des Schuljahres fehlten 25 Lehrer an den hauptschulen des Kreises. Es bewarben sich nicht genügend Uni-Absolventen, die Schulform war nicht sonderlich beliebt und bereits umstritten. In Emmerich wissen wir heute: Sie war ein Auslaufmodell und machte Platz für die Gesamtschule.

FOTO: van Offern Markus

Kamill Wipyewski stand vor 15 Jahren ebenfalls im Lokalteil. Der junge Mann studierte Physik in Berkeley, der renommierten Universitätsstadt in den USA. Ein Job bei der NASA stand auf der Wunschliste des 21-Jährigen ganz oben, was uns natürlich eine Überschrift wert war. Aber er schwenkte noch mal um, ließ ein Studium in London folgen und ist heute Head of International Valuation bei der VR Wert in Hamburg. Kontakt nach Emmerich hat er noch ein bisschen. Und bald sieht er sie übrigens wieder. Am 20.August ist Jahrgangstreffen. Einer seiner Mitschüler: Jan Ludwig, der heute für die SPD im Stadtrat sitzt.

3. August 1996:

In Zeiten von Internet-Einkauf und einem Dauerbetrieb der Paketzusteller klingt diese Geschichte von vor 20 Jahren heute beinahe unglaublich. 1996 bot der Rewe-Markt Fiedler in Mehr zusätzliche Dienste an. Die Post hatte begonnen, die Postfilialen auf dem Land zu schließen. Private sollten die Annahme von Briefen und Paketen sowie den Verkauf von Briefmarken übernehmen. Der Vorteil für die Kunden: längere Öffnungszeiten. Schließlich machte die Post um 17 Uhr Feierabend. Die Postagenturen sind längst zum Alltag geworden.

Privatisierung und Liberalisierung war ohnehin vor 20 Jahren ein großes Thema. Die Regierung drehte an den Öffnungszeiten der Geschäfte. Der Reeser Werbegemeinschaft ging das nicht weit genug. Sie wollte mehr verkaufsoffene Sonntage. Doch die Stadtverwaltung berief sich aufs Gesetz. Eine Diskussion, die sich mittlerweile auch erledigt hat.

Quelle: RP
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