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Emmerich
Das "Smartboard" ersetzt die Schultafel

Emmerich: Das "Smartboard" ersetzt die Schultafel
Lehrerin Tanja van Kampen unterrichtet am Smartboard. Bilder vom Rechner werden überspielt, auf der Tafel selbst kann geschrieben werden. FOTO: mvo
Emmerich. In Emmerichs Grundschulklassen soll es bald sehr viel moderner zugehen. Elektronische, digital gesteuerte Tafeln werden eingeführt. Von Monika Hartjes

Im Haushalt der Stadt Emmerich werden für 2013 Gelder zur Verfügung gestellt, damit die Grundschulen mit Smartboards ausgestattet werden können. "Eine super Sache", sagt Nadja Scherer, Leiterin der Leegmeer-Grundschule. Seit dem Sommer wird dort bereits in zwei Klassen mit dem Smartboard gearbeitet. Lehrer und Schüler sind begeistert.

Bei ihrer Partnerschule in 's-Heerenberg sahen die Lehrer zum ersten Mal, wie der Unterricht mit einem digitalen Whiteboard aussieht. Das ist eine elektronische Tafel, die an einem Computer angeschlossen ist und über ihn gesteuert wird. Inhalte des Computers lassen sich auf die weiße Tafel projizieren, so dass man damit arbeiten kann. "Wir fanden das interessant", so Nadja Schwerer.

Vor etwa eineinhalb Jahren entschied sich das Lehrerteam, diese Technik anzuschaffen. "Wir wurden sehr gut von Marco Schmitz von der EDV-Abteilung der Stadt beraten." Unter anderem wurde eine Schule in Dortmund besucht, die bereits vollständig mit Smartboards ausgestattet ist. Im Gegensatz zu den Whiteboards in den Niederlanden waren diese mit einer berührungssensitiven Oberfläche ausgestattet. Mit Finger oder einem speziellen Sensor-Stift kann man direkt auf der Tafel navigieren und schreiben.

3500 Euro kostet so ein Board, dazu kommt noch ein Computer. Der Förderverein der Schule stellte Geld für die Anschaffung zur Verfügung, ein Teil der Kosten wurde aus den vorhandenen Haushaltsmitteln bezahlt.

"Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig", sagt Lehrerin Tanja van Kampen, die mit dem Smartboard arbeitet. "Es ist für alle Fächer geeignet." So können je nach Schuljahr die richtigen Schreiblinien oder Rechenkästchen auf die Tafel projiziert werden. Man kann digitale Tafelbilder vorhandener Schulbuchwerke nutzen oder aus dem Internet eigene Tafelbilder zu Projekten zusammentragen. Solche Vorbereitungen können Lehrer zu Hause erledigen, die Daten einfach auf einem USB-Stick speichern und anschließend auf den Schulserver übertragen. "Wir haben auf dem Schulserver eine Ablagestruktur geschaffen nach Jahrgängen und Fächern, wo alle Kollegen praxiserprobte Dateien finden", so Tanja van Kampen.

Für die Kinder, die die Tafel ebenfalls im Unterricht bedienen, hat so ein Smartboard einen besonderen "Aufforderungscharakter", beschreiben die Pädagogen. "Es ist erstaunlich, wie schnell sie sich mit diesem Medium vertraut gemacht haben", sagt Lehrerin van Kampen.

Die Kinder erklären es simpel: "Das ist cooler als eine Tafel und Kreide", sagt Maike. Und: "Da kann man auch Filme sehen", freut sich Laurenz.

Verschiedene Kollegen anderer Grundschulen haben sich in der Leegmeerschule die Technik angeschaut. "Ich finde es schön, dass wir in der Stadt auf offene Ohren gestoßen sind", sagt Nadja Scherer.

Quelle: RP
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