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Emmerich
Das Wasserwerk: Spannende Sache für Kinder

Emmerich: Das Wasserwerk: Spannende Sache für Kinder
Stadtwerkechef Udo Jessner führte die Kinder durch das neue Wasserwerk. FOTO: Markus van Offern
Emmerich. Die Stadtwerke luden die Jüngsten zu einer Führung ein. Die Nachfrage war riesig.

Seit einigen Monaten ist das neue Wasserwerk am Kapellenberger Weg im Betrieb. Seitdem haben es viele Besuchergruppen besichtigt, darunter Emmericher und etliche Fachleute, aber auch interessierte Leute aus anderen Städten. "Das Wasserwerk hat sich mittlerweile zu einem touristischen Highlight entwickelt", sagte Stadtwerke-Chef Udo Jessner.

Am Dienstag waren dann mal die Kinder dran. Im Rahmen des "Türöffner-Tages", initiiert durch "Die Sendung mit der Maus", öffnete das Wasserwerk seine Pforten für jüngere Besucher. Udo Jessner, der zwei Enkelkinder hat und somit Erfahrung im Umgang mit den Minis, führte den Nachwuchs selbst durch die neuen Räumlichkeiten des Wasserwerkes. Der jüngere Enkel Jacob begleitete seinen Opa. "Die Maus ist leider nicht persönlich da, deshalb werde ich heute die Maus sein", begrüßte Jessner die kleinen Gäste.

"Als wir die Einladung dazu veröffentlichten, war die Resonanz sehr groß", erzählte Sarah Mantwill, zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. "Die Nachfrage war so groß, dass wir einigen leider absagen mussten, obwohl wir die Gruppen für die drei Führungen von 15 auf 20 Kinder erhöhten." Um zehn Uhr begann die erste. Lion Bouwman, sechs Jahre alt, interessierte schon länger die Frage, wie das Wasser zuhause in den Wasserhahn kommt. "Wir hörten von dem Wasserwerkbesuch für Kinder und haben uns gleich angemeldet. Das ist eine schöne Sache", sagte Papa Sascha, der seinen Sohn begleitete. "Das Wasser kommt aus dem Wald dort", erklärte Jessner. "Dort gibt es sechs 20 Meter tiefe Brunnen, da holen wir das Wasser her. Rund 2,2 Millionen Kubikmeter Wasser werden jährlich in Emmerich verbraucht. Nicht nur von Euch für das Waschen und Zähneputzen oder zum Blumengießen, sondern auch von Firmen wie Katjes, die viel Wasser für ihre Jogger-Gums brauchen." Das Wasser aus dem Brunnen sei aber schmutzig und müsse gesäubert werden. Im Absetzbecken setzt sich der Schlamm ab. Weiter geht das Wasser durch dicke Rohre in große grüne Tonnen, wo Eisen und Mangan aus dem Wasser geholt werden, und dann zum Flachbodenbelüfter, wo die Kohlensäure entzogen wird.

"Kalk ist auch noch im Wasser drin", wusste der zehnjährige Jonas Portugall, der während des Rundgangs Fotos machte. "Die kann ich dann zuhause zeigen", sagte er. Von Udo Jessner erfuhren die Zuhörer, wie der meiste Kalk mithilfe von Sand und Kalkmilch aus dem Wasser entfernt wird. Die übrig gebliebenen Kalkpellets werden mit einem LKW abgefahren, ein Bauer verteilt sie zur Kalkdüngung auf seine Äcker. "Dann läuft das Wasser noch einmal durch Filter, da wird das trübe Wasser klar. Pumpen bringen es in Eure Haushalte", so Jessner. "Wow" staunte ein Junge beim Anblick des 2000 Kubikmeter großen Wasserbeckens.

(moha)
 
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