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Rees
Deichbau: 24-Millionen-Projekt geht im April richtig los

Rees. Die Vorbereitung für die Deichrückverlegung zwischen Bienen und Praest schreitet weiter voran. Ein Radweg soll den Baustellenverkehr sicherer machen.

Derzeit sind Bagger dabei, die Fläche zwischen den Ortschaften Bienen und Praest wieder zuzuschieben. Dort war in den vergangenen Wochen der Kampfmittelräumdienst aus Düsseldorf aktiv, um eine Fläche von 140. 000 Quadratmetern nach Relikten aus dem Zweiten Weltkrieg abzusuchen. Größter Fund war eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe, die allerdings nicht mehr scharf war. Die Arbeiten sind Teil der Deichrückverlegung im Planabschnitt (PA) 4 Bienen-Praest des Deichverbands Bislich-Landesgrenze.

Die Arbeiten dauern noch bis September. Die Erde wird derzeit verdichtet, teilweise muss ein Erdaustausch vorgenommen werden. "Weil Bauschutt, den wir dort gefunden haben, ja nicht wieder eingebaut werden kann", erklärt Projektleiter Dennis Steffen. Bei den 140. 000 Quadratmetern handelt es sich um nicht detektierbare Fläche. Zur Erinnerung: Der Großteil des Areals, insgesamt 60 Hektar, war bereits im vergangenen Jahr auf Kampfmittel untersucht worden.

Parallel finden derzeit Abstimmungsgespräche mit der Stadt Rees und dem Kreis Kleve statt hinsichtlich der Baustellenzufahrt. Ausgeschlossen werden muss, dass Radfahrer und Baustellenverkehr miteinander in Berührung kommen. Dies gilt insbesondere für die Radfahrer, die aus Richtung Rosau anfahren und auf der K 19 weiterfahren wollen.

Daher wird entlang der K 19 auf einer Strecke von 30 bis 40 Metern die Straße verbreitert und ein Radweg gebaut. "Rosau seitig", so Steffen. Die Arbeiten sollen im kommenden Jahr ausgeführt werden. Die Baustellenzufahrt soll schon Anfang des nächsten Jahres, wenn die Wetterlage es zulässt, gebaut werden. Mit dem Deichbau selbst will der Deichverband in der Hochwasser freien Zeit ab April beginnen.

Dafür laufen auch die Vorbereitungen auf Hochtouren. Die Düsseldorfer Bezirksregierung prüft derzeit noch. "Wir gehen davon aus, dass die Ausschreibungen nach den Sommerferien getätigt werden können, Ziel ist die Vergabe der Gewerke Ende dieses Jahres", erläutert Projektleiter Steffen.

Das gesamte Projekt inklusive Grunderwerb, Kampfmittelräumung, Ingenieurleistungen etc. beläuft sich auf 24 Millionen Euro, auf den Bau allein entfallen davon 18 Millionen Euro. Ausgegangen wird von einer Bauzeit von rund drei Jahren.

In diesem Gebiet liegt auch die Schleuse, die erneuert werden muss. Die Arbeiten hierfür sollen im kommenden Jahr ausgeschrieben und vergeben werden. Anvisierter Baubeginn hier ist 2018, Fertigstellung im Jahr 2019. Deichbau und Schleusenbau hat der Deichverband Bislich-Landesgrenze bewusst entkoppelt, um für jeden Bereich, Schleusenbau wie auch Betonbau, die entsprechenden Fachfirmen anzusprechen.

(rau)
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