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Rees
Dem Papst ganz nah

Rees: Dem Papst ganz nah
"Ein überwältigendes Gefühl": Tobias Kremer leitet die Messdienergruppe in Millingen. Am 5. August durfte er in Rom an einer Generalaudienz teilnehmen und Papst Franziskus die Hand schütteln. FOTO: privat
Rees. Der 20-jährige Millinger Tobias Kremer durfte vor wenigen Tagen an einer Generalaudienz im Vatikan teilnehmen. Dem Messdienerleiter ermöglicht hat dieses Erlebnis offenbar ein guter Draht zum Privatsekretär des Papstes.

In den Genuss der "prima fila" kommt nur jemand, der ein wirklich unaufschiebbares Anliegen hat. Oder einen Verwandten im Vatikan. Oder eben einen guten Draht zu Georg Gänswein, dem Privatsekretär des Heiligen Vaters. Letzteres hat Tobias Kremer offenbar. Gänswein hat dem jungen Mann aus Millingen ermöglicht, Papst Franziskus bei der Generalaudienz ganz nahe zu kommen.

"Buon guiorno" hat ihm der Heilige Vater gewünscht und dem jungen Mann die Hand geschüttelt. "Es war ein überwältigendes Gefühl, kaum in Worte zu fassen", sagt der 20-Jährige. Das Bild, das ihn und seine Freundin Carina mit Papst Franziskus zeigt, hat er gleich per Smartphone in die Heimat geschickt.

"Du solltest deine Hände nicht mehr waschen, die DNA speichern", haben die Adressaten zwar gescherzt, waren aber auch beeindruckt, dass es Tobias Kremer wirklich gelungen ist, in die erste Reihe in der Audienzhalle vorzudringen. Denn dort, am 5. August, fand die traditionelle Mittwochsaudienz statt. "Weil es auf dem Petersplatz zu heiß war", erklärt Tobias Kremer.

Schon im vergangenen Jahr hatte Kremer, der die Messdienergruppe in Millingen leitet, Gänswein angeschrieben und um ein Autogramm von Papst Benedikt XVI. gebeten. Was ihm gewährt wurde. Weil das so einfach geklappt hat, wandte sich Kremer erneut an die Präfektur des Päpstlichen Hauses, schickte dorthin eine Messdienertasse mit dem Logo der Millinger Truppe und ein Gotteslob aus der Kirche, verbunden mit dem Wunsch, dieses zu signieren. Das autografierte Gotteslob kam postwendend zurück. "Ich war richtig stolz", so Kremer.

Dadurch ermutigt fragte er in einem erneuten Brief nach, ob eine persönliche Begegnung mit dem Papst möglich sei. "Leider ist es nicht möglich...", antwortete Gänswein ihm am 28. Mai vergangenen Jahres. Aber er bot dem Millinger an, an einer Generalaudienz teilzunehmen. Im Juli erhielt er dann die Zusage, der kurzen Begegnung mit dem Heiligen Vater in der "prima fila".

Die Karte dafür konnte sich der junge Mann, der als Holzmechaniker bei Vierhaus arbeitet, am Tag der Audienz frühmorgens im Apostolischen Palast in einem keinen Büro mit schmuckem Bronzeportal abholen.

Übrigens: Auch mit Gänswein hat Tobias Kremer gesprochen. "Wissen Sie, wer ich bin?", hat er ihn gefragt. "Sie müssen der Junge vom Niederrhein sein", hat dieser geantwortet. Zur Erinnerung erhielten die Gäste der "prima fila" einen Rosenkranz mit dem Wappen des Vatikan aus den Händen von Reggente Leonardo Sapienza.

(rau)
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