| 00.00 Uhr

Emmerich
Den Beruf von der Pike auf gelernt

Emmerich: Den Beruf von der Pike auf gelernt
Embricana-Geschäftsführer Udo Jessner, Betriebsleiter Marco Hortz und Horst Thyssen, kaufmännischer Leiter der Stadtwerke (v.l.). FOTO: Markus van Offern
Emmerich. Marco Hortz ist neuer Betriebsleiter von Freizeitbad und Sauna am Nollenburger Weg. Er ist erst 28. Doch vom Alter sollte man sich nicht täuschen lassen, denn der Mülheimer besitzt einschlägige Berufserfahrung.

"Er war nicht der einzige Bewerber, aber mit Abstand der qualifizierteste, von dem wir glauben, dass er zu uns passt. Er hat den Beruf von der Pike auf gelernt und sich ständig weiterqualifiziert", begründet Embricana-Geschäftsführer Udo Jessner die Entscheidung für den Nachfolger von Martina Schnake, die kürzer tritt und sich schwerpunktmäßig um Kurse kümmert. 20 Bewerbungen waren auf die bundesweite Ausschreibung im "Archiv des Bäderwesens" eingegangen. Jessner: "Das war offenbar nicht so unattraktiv."

Marco Hortz tummelt sich seit sechs Jahren von Berufs wegen im öffentlichen Nass. Der Bäderbetriebsmeister war vorher stellvertretender Leiter in drei Mülheimer Bädern. Im Fernstudium erwarb er sein Know-how fürs Bäderbetriebsmanagement. Derzeit absolviert er eine kaufmännische Zusatzausbildung und studiert nebenbei Sportmanagement in Düsseldorf. Nebenberuflich ist er für den Bundesverband Deutscher Schwimmmeister und die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen als Gutachter und Berater tätig.

Doch zuallererst muss er sich jetzt um das Embricana mit seinen 40 Angestellten kümmern. Die Kennenlern- und Einarbeitungsphase hat er schon einmal erfolgreich hinter sich gebracht. "Ich bin mittendrin", sagt er: "Aktuell ist im Freizeitbad vieles im Umbruch. In diesem Jahr sind einige Modernisierungen geplant. Ich freue mich, dass ich hier mitgestalten kann."

Neben der Modernisierung der Gastronomie ist die Sanierung der Lüftungsanlage das größte Projekt in den nächsten Monaten. "Nach Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen werden wir in diesem Bereich deutlich weniger Energie verbrauchen", ist sich Hortz sicher. Auch das Erscheinungsbild der Schwimmhalle möchte er moderner gestaltet und dem neuen Design und Logo des Bades angepasst wissen. Hortz hat klare Vorstellungen: "Ich würde gerne sowohl in der Saunalandschaft als auch im Freizeitbad neue Angebote schaffen, um die Attraktivität zu steigern."

Dem Embricana tut die frische Brise an der Spitze gut. Das Freizeitbad verbuchte im vergangenen Jahr zwar ein Besucherplus von 2000, aber bei der Sauna gab's einen Rückgang um 4000 Gäste. Die Gründe sieht Jessner im warmen Winter und in der Erhöhung der Umsatzsteuer von sieben auf 19 Prozent, die man auf die Preise umlegen musste. "Das wollen wir aber wieder auflockern, daran arbeiten wir", kündigt Jessner an.

Einiges versprüht im Bad den Charme vergangener Jahrzehnte, dabei ist die Bäderlandschaft permanent in Bewegung: "Wir müssen den Kunden immer etwas Neues bieten", weiß Jessner nur zu genau. Ein solches Spektakel könnte am Samstag, 30. April, der Vorentscheid zur Badewannenrennen-Weltmeisterschaft ein. Zug um Zug wird der neue Embricana-Look umgesetzt. 250.000 Euro liegen dafür 2016 bereit.

(nk)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Emmerich: Den Beruf von der Pike auf gelernt


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.