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Emmerich
Der Ausbildungsweg: Lang und mit vielen Etappen

Emmerich. Dominik und Jasmin sind beide Quereinsteiger. Er hat früher im Werkschutz eines Chemie-Unternehmens gearbeitet. "Da hat mir aber was gefehlt: Der Kontakt mit Menschen, und dass man ein größeres Aufgabenfeld hat." Jasmin ist ausgebildete Sport- und Fitnesskauffrau. Auch sie vermisste "das Soziale" im Job, sagt sie.

Der Weg zum Vollzugsbeamten ist anders als in anderen Branchen. Bewerber müssen mindestens 20 Jahre alt sein, die Fachoberschulreife haben oder einen Hauptschulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung. Normale körperliche Fitness genügt. Laut Beamtenrecht müssen Anwärter deutsche Staatsbürger oder EU-Bürger sein. Eingestellt wird das ganze Jahr über: "Bewerbungen sind immer gerne gesehen", heißt es in der JVA Pont. Wer eine Stelle bekommt, wird aber in aller Regel erst mal "Justizvollzugsbeschäftigter", so wie Dominik und Jasmin, und bleibt das meist etwa zwei Jahres.

Danach beginnt das "Anwärterverhältnis" als "Beamter auf Widerruf". Das ist quasi die eigentliche Ausbildung: Es gibt Schulungen, man arbeitet zeitweise in andere Gefängnissen und durchläuft die verschiedenen Abteilungen in einer JVA, bis hin zur Verwaltung.

Danach ist man "Justizvollzugsbeamter auf Probe", das dauert noch mal mindestens ein halbes und höchstens zwei Jahre. Danach erst wird man Justizvollzugsbeamter auf Lebenszeit.

(szf)
 
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